Nach dem Zweiten Weltkrieg fand in den Dörfern ein wesentlicher Strukturwandel statt. Die meisten Dorfbewohner haben ihren Lebensunterhalt durch die Landwirtschaft gesichert. Nun war es die Industrie, die Arbeitsplätze bot. Der relativ gute Verdienst ermöglichte es, einen Bausparvertrag abzuschließen, oder Geld für ein Eigenheim zu sparen. Die ersten Siedlungshäuser wurden gebaut. Aus anfänglichen reinen "Hilfsgemeinschaften" wuchsen nach und nach Siedler- und später Eigenheimervereinigungen unter dem Dachverband des Bayerischen Siedler- und Eigenheimerbundes. Die hatten es sich zum Ziel gesetzt, möglichst vielen Familien den Bau eines eigenen Häuschens zu ermöglichen.

Vor 50 Jahren, am 30. Mai 1970, war es dann auch in Thundorf soweit. Auf die Initiative von Willi Heilmann, der bereits bei der Eigenheimervereinigung Bergrheinfeld die Vorteile kennengelernt hatte, kam es zur Gründungsversammlung in der Gastwirtschaft "Gemütliches Eckerl".

Elf Gründungsmitglieder

Die Leitung der Gründungsversammlung oblag dem Landesvorstandsmitglied Alfred Lordick aus Weyer. Bei der Gründung waren es zunächst elf Mitglieder, zwei Monate später bereits 24. Von den elf Gründungsmitgliedern leben heute noch vier. Eine starke Interessensvertretung für Häuslebauer, eine sichere Rechtsberatung und möglichst günstige Materiallieferungen, das waren damals die Hauptargumente bei der Werbung von neuen Mitgliedern; 1978 konnten zehn neue aus Rothhausen gewonnen werden. Seitdem sind auch Vertrauensleute aus diesem Gemeindeteil im Vorstand. Auch aus Theinfeld und Stadtlauringen fanden Haus- und Grundbesitzer den Weg zum Ortsverband Thundorf. Heute gehören der Eigenheimervereinigung Thundorf 100 Mitgliedern an.