"Die NS-Euthanasie, die Tötung geistig und körperlich behinderter Menschen, war der erste systematisch geplante, staatlich durchgeführte Massenmord des NS-Regimes. Sie erfolgte in verschiedenen Aktionen und Phasen als ,Aktion T 4‘, deren Bezeichnung von der Adresse der organisatorischen Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4, herrührt", schreibt Wolfgang Neugebauer im Buch "Tötungsanstalt Hartheim".
Auch das Kloster Maria Bildhausen blieb von diesen Greueltaten des NS-Regimes nicht verschont. Jetzt haben 129 Mitarbeiter, Schwestern und Betreute des Dominikus-Ringeisen-Werkes und der St. Josefskongregation Ursberg das etwa 70 Kilometer östlich von Passau gelegene Schloss Hartheim besucht. Dabei war auch eine Delegation aus Maria Bildhausen. Es galt, der 199 Menschen mit Behinderung zu gedenken, die in den Jahren 1940 und 1941 in Hartheim von den Nationalsozialisten grausam ermordet wurden.