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Münnerstadt
Neujahrskonzert

Die pure Freude am Musizieren

Die Musiker des Schönborn-Gymnasiums fühlen sich nicht nur der Tradition verpflichtet, sondern sind weltoffen und tolerant gegenüber jedem Musikstil - und Sinn für Humor haben sie auch.
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Klassische und moderne Weisen waren beim Neujahrskonzert am Münnerstädter Gymnasium zu hören. Foto: Björn Hein
Klassische und moderne Weisen waren beim Neujahrskonzert am Münnerstädter Gymnasium zu hören. Foto: Björn Hein
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Das Neujahrskonzert hat am Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasium eine lange Tradition. Alljährlich wird ein umfangreiches Programm aufgeführt, wobei natürlich auch klassische Weisen gespielt werden. Doch halt - wer jetzt denkt, dass diese altehrwürdige Institution nur den Traditionen verhaftet ist, der ist gewaltig auf dem Holzweg. Musikalisch zeigt man sich allen Strömungen offen, wie der Auftritt Daniel Stühlers alias "Curiouz" zeigte. Mit seinem Deutschrap überraschte er das Publikum, das von dieser Performance ganz begeistert war.


Großes Repertoire

Bereits das Bläser-Ensemble hatte das Publikum in der fast voll besetzten Aula mit poppigen Weisen überrascht, neben dem "Heal the World" von Michael Jackson spielten sie auch "Feliz Navidad". Das Neujahrskonzert nahm thematisch ganz bewusst auch das Weihnachtsfest mit auf, welchem eine musikalische Referenz erwiesen wurde. Romantische Weisen, die zum Träumen einluden, widmete sich das Orchester, das von Barbara Lukat geleitet wurde. Vor allem die Melodie "In Dreams" aus dem Film "Lord of the Rings" zeigte, dass man musikalisch einiges im Repertoire hat und dass ein klassisches Orchester sich durchaus auch Modernem widmen kann. Das Publikum hatte daran seine Freude, wie der Applaus bewies.


Überzeugende Mehrstimmigkeit

Beim Unterstufenchor, der von Claudia Dunkelberg geleitet wurde, sah man den jungen Sängerinnen und Sängern den Spaß an, mit dem sie solche Stücke wie "Have a nice day!" von Lorenz Maierhofer und anderes zu interpretieren wussten. Besonders die schöne Mehrstimmigkeit überzeugte dabei. Auch die Bühnentechniker hatten ganze Arbeit geleistet, wie die interessanten Lichteffekte während des Konzerts immer wieder zeigten.


Melancholischer Auftakt

Ganz klassische Töne schlug das Orchester unter der Leitung von Barbara Lukat an. Mit dem Herbst, dem Winter und dem Frühling aus den "Vier Jahreszeiten" von Antonio Vivaldi wurden die Zuhörer verzaubert, wobei Antonia Kopp an der Querflöte als Solistin auftrat. Eher melancholisch begann der Auftritt des Mittel- und Oberstufenchores, der mit dem "Walking in the air" von Howard Blake für nachdenkliche Töne sorgte. Doch natürlich hatte man auch fröhliche Weisen mitgebracht, wie das Stück "Rudolph the red-nosed Reindeer" zeigte.


Stolze Chorleiterin

Eine beeindruckende Leistung erbrachten die Musiker mit dem "Mister Sandman" von Pat Ballard, welches wie seinerzeit in der berühmten Aufnahme von "The Chordettes" vierstimmig zu Gehör gebracht wurde. "Wir haben dieses Stück seit Oktober geübt, und es ist schon eine hohe Kunst, dieses Lied vierstimmig zu singen", sagte Chorleiterin Claudia Dunkelberg, die stolz auf ihre Schützlinge war. Und es war wirklich hörenswert, mit wie viel Spaß und Freude an der Musik der Chor dabei zu Werke ging. Ein Stelldichein hatte auch das Cello-Ensemble. Rapper David Stühler alias "Curiouz" brachte ein Stück von Bushido sowie von Zate zu Gehör und zeigte, dass man am Gymnasium weltoffen und tolerant gegenüber jeglichem Musikstil ist.


Reizvolle Mischung

Überhaupt war allen die Freude an der Musik anzumerken. "Für uns gibt es nichts Schöneres, als die Schülerinnen und Schüler für Musik zu begeistern und beim Auftritt die Herzen der Zuhörer zu erreichen", sagte Claudia Dunkelberg.
Gefühlvolle Weisen brachte auch der Oberstufenchor zu Gehör, besonders reizvoll war dabei der "Gloria-Calypso", der weihnachtliche Weisen mit südamerikanischem Temperament zu mischen wusste. Bei dem "Santa Baby" hatte dann sogar der "Weihnachtsmann" einen Auftritt, was für viele Schmunzler sorgte und zeigte, dass man beim Neujahrskonzert auch Sinn für Humor hatte.
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