Der Wasserdruck im Baugebiet Kutschenweg beschäftigte die Thundorfer Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung. Bereits mehrfach war dieses Thema im Gemeinderat diskutiert worden. "Der Wasserdruck im Baugebiet Kutschenweg und hier insbesondere in der Felix-Seufert-Straße ist nicht ausreichend, so dass Handlungsbedarf besteht", so Bürgermeister Egon Klöffel (CSU). Seitens der Gemeinde müsse ein Mindestwasserdruck von zwei bis 2,5 bar zur Verfügung gestellt werden.


Mehrere Möglichkeiten

Das Ingenieur-Büro Alka war beauftragt worden, die erforderlichen Baumaßnahmen zur Beseitigung des Problems festzustellen und in etwa die Kosten dafür zu ermitteln. Dieses hatte zwei Varianten vorgestellt. Zum einen die Druckerhöhung im Hochbehälter mittels einer dort einzubauenden Pumpe, wobei aber die Frage sei, ob diese Platz im Hochbehälter habe. Zudem müsse eine Stichleitung in die Felix-Seufert-Straße gelegt werden. Das Ingenieurbüro bezifferte die Kosten bei dieser Lösung auf rund 152 000 Euro. Sollte es nicht möglich sein, die Pumpe in den Hochbehälter einzubauen, so bestünde die Möglichkeit, im Bereich der Felix-Seufert-Straße ein neues Gebäude zu errichten, in dem die Pumpe eingebaut ist. Die Kosten bei dieser Lösung belaufen sich auf rund 177 000 Euro.
"Wenn man hierfür die Kosten in den nächsten Jahren wieder hereinholen will, müssen wir den Wasserpreis um 40 Cent pro Kubikmeter erhöhen", so Klöffel. Gemeinderat Frank Pfennig stellte die Frage, was es kosten würde, wenn man in den entsprechenden Häusern Einzelpumpen einbaut und ob dies günstiger wäre. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, einen Sachverständigen hinzuzuziehen, der prüft, welche Lösung die wirtschaftlich günstigste ist und welches der Modelle sich am besten eignet.
Frank Pfennig regte an, sich auch Erfahrungswerte von einer Person zu holen, die bereits eine Einzelpumpe eingebaut hat, um zu sehen, wie lange diese hält und wie hoch die Reparaturkosten sind. Eine Alternative sei außerdem, den Druck im gesamten Netz zu erhöhen, wobei aber die Frage wieder die ist, ob die Leitungen dies aushalten. Man beschloss, dass das Ingenieurbüro Alka die Fragen ausarbeiten und Lösungsmöglichkeiten dem Gemeinderat vorstellen soll.


Aufgaben auslagern

In einem weiteren Punkt ging es um das kommunale Unternehmensrecht. Dabei geht es darum, dass geprüft wird, ob Aufgaben der Gemeinde Thundorf an private Dritte und an andere juristische Personen des öffentlichen Rechts ausgelagert werden können. So wird im Moment die Betreuung der EDV-Anlagen durch die Buchung eines Stundenkontingents bei einer externen Firma durchgeführt. Die Pflege der öffentlichen Grünanlagen wurde an das Dominikus-Ringeisen-Werk als eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts vergeben.


Rechtsaufsicht soll prüfen

Die Trinkwasserversorgung der Gemeindeteile Rothhausen und Theinfeld ist an den Zweckverband zur Trinkwasserversorgung der Stadtlauringer Gruppe übertragen worden, und die Abwasserentsorgung für das gesamte Gemeindegebiet wird durch den Abwasserzweckverband Obere Lauer ausgeführt. Einstimmig beschloss man, den Bericht hierüber an die Rechtsaufsichtsbehörde weiterzuleiten.
Bei der Sitzung wurde auch ein Bauantrag behandelt. Ramona Stürmer und Andreas Storch wollen im Seeweg in Thundorf ein Einfamilienwohnhaus mit Garage und Carport errichten. Der Gemeinderat genehmigte einstimmig das Vorhaben.


Bauhof wird erweitert

In einem weiteren Punkt ging es um die Vorstellung der Konzeption zur Erweiterung des gemeindlichen Bauhofes. Wie Bürgermeister Egon Klöffel mitteilte, habe man in der letzten Sitzung einen Bauausschuss gegründet, der die drei vorliegenden Vorschläge behandelt habe. Letztlich habe sich nur eine gangbare Lösung herauskristallisiert, der Bürgermeister stellte diese vor. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, auf Grundlage dieser Planungsvariante den Bauantrag durch das Planungsbüro Eiring aus Aidhausen fertigstellen zu lassen.