An der Straßenecke Häfnershöhe und Schweinfurter Straße steht seit kurzer Zeit ein großer grauer Kasten, ein so genanntes Multifunktionsgehäuse der Telekom. Damit können etwa 180 Haushalte ab sofort mit schnellerem Internet versorgt werden.

Zur offiziellen Inbetriebnahme waren die Telekom-Mitarbeiter Klaus Markert (Schweinfurt, Leiter Projekte) und Michael Gstädtner (Nürnberg, Infrastrukturvertrieb Süd) nach Rannungen gekommen, um zusammen mit Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU/ FW) symbolisch den roten Startknopf zu drücken.


Letzte Meter Kupferkabel

Die neuen Anschlüsse arbeiten mit der Breitbandtechnologie VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line), einer Kombination aus Kupfer- und Glasfasertechnik. Je näher die Glasfaserleitung an die Kundenanschlüsse heranreicht, desto höher ist das Tempo. Deshalb verlegt die Telekom Glasfaserleitungen bis in die Multifunktionsgehäuse, die man sich als eine Art Mini-Vermittlungsstelle vorstellen kann.

Dort werden die Lichtsignale mit den ankommenden Informationen in elektrische Signale umgewandelt und dann über bestehende Kupferkabel zu den Anschlüssen weitergeleitet. Ab sofort können besagte 180 Haushalte mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mb/s) Sekunde im Netz surfen, verspricht die Telekom.


Ruckelfrei

Zum Vergleich: Ein normaler DSL-Telekom-Anschluss bringt es auf 16 Mb/s. Das neue, dreimal so schnelle Netz sei damit so leistungsstark, dass Telefonieren, Internet-Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Die hohe Datenrate des VDSL verkürzt laut Telekom die Ladezeiten von Webseiten und Dokumenten erheblich und Streaming-Angebote von Musikanbietern und Videoportalen laufen ruckelfrei.


Gemeinde zahlt 25000 Euro

Bestehende DSL-Anschlüsse der Telekom werden übrigens nicht automatisch auf das neue VDSL umgestellt. Die Kunden werden aber per Postwurfsendung informiert.

Das schnelle Internet kostet die Gemeinde rund 25.000 Euro. Der größeren Teil der Kosten von rund 90.000 Euro übernimmt der Freistaat über das Förderprogramm "Breitbandinitiative", berichtete Bürgermeister Fridolin Zehner. Er betonte: "Schnelles Internet am Ort ist ein wichtiger Standortfaktor."