In jeder Gemeinde hat der 1. Bürgermeister mindestens einmal im Jahr, auf Verlangen des Gemeinderates auch öfters, eine Bürgerversammlung zur Erörterung gemeindlicher Angelegenheiten einzuberufen. In der Gemeinde Thundorf fanden die Bürgerversammlungen noch unter Bürgermeister Egon Klöffel am 10. Februar in Theinfeld, am 12. Februar in Thundorf und am 13. Februar in Rothhausen statt. "Gemäß der Gemeindeordnung sind Empfehlungen der Bürgerversammlungen innerhalb einer Frist von drei Monaten vom Gremium zu behandeln", so die neue Bürgermeisterin Judith Dekant. Formelle Empfehlungen der Versammlungen an den Gemeinderat sind nicht erfolgt. Allerdings wurden in den Bürgerversammlungen auch eine Reihe von Anfragen und Anregungen vorgebracht, die im Rahmen der Sitzung und beim Ortstermin nachbetrachtet wurden. In Rothhausen waren es die Eingangstüre der alten Schule, die Angleichung des Gehsteiges an der Lauerbrücke, die Parksituation an der Linde und in der Leitenstraße, die Friedhofhofsmauer und die diverse Behebung von Schäden am Leichenhaus und des Vorplatzes sowie die Erneuerung der Schultoiletten.

Durch die Verwaltung wurde im Auftrag des ehemaligen Bürgermeisters Egon Klöffel ein Abbruchantrag für die "Alte Schule" in Theinfeld gestellt. Seit Jahren wird schon von Seiten der Gemeinde versucht, das Gebäude zu verkaufen. Da es sich jedoch um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt, wurde vom Landratsamt Bad Kissingen ein entsprechender Beschluss des Gemeinderates gefordert. Der Gemeinderat beschloss bei einer Gegenstimme, die Alte Schule "Am Anger 5" in Theinfeld abzubrechen.

Asphaltierungsarbeiten am Seeweg

Für Asphaltierungsarbeiten am Seeweg in Thundorf wurden von zwei Firmen Angebote eingeholt. Das wirtschaftlichste Angebot wurde von der Firma August Ullrich GmbH aus Elfershausen zu einem Preis von 38.057,93 Euro abgegeben. Diese Kosten teilen sich in zwei Bauabschnitte auf. Der Bauabschnitt Gemeinde in Höhe von 15.353,32 Euro brutto und Bauabschnitt Jagdgenossen in Höhe von 22.704,61 Euro brutto. Die Jagdgenossenschaft Thundorf hat in ihrer Versammlung am 6. März beschlossen, sich am Bauabschnitt 2 mit 50 v.H. zu beteiligen. Der Gemeinderat beschloss, den Auftrag an die Firma Ullrich gemäß Angebot zu vergeben.

Debatte um Urinale

Der Antrag der Dorfgemeinschaft Thundorf für den Einbau einer berührungslosen Spülung von drei Urinalen in der Herrentoilette der gemeindeeigenen Festhalle in Thundorf wird zunächst zurückgestellt. Die Kosten belaufen sich laut Angebot der Firma Barth Haustechnik, Stadtlauringen, auf 1954,08 Euro. Eine rege Diskussion über die Kosten und die Notwendigkeit des Umbaus schloss sich an. Der Vorschlag, die Arbeiten vom gemeindlichen Bauhof ausführen zu lassen, veranlasste das Gremium, den Punkt bis nach einer Rücksprache mit dem Bauhofleiter zurückzustellen. Der Beschluss wurde vertagt.

Zuschuss für Sportverein diskutiert

Vom TSV Thundorf lag ebenfalls ein Zuschussantrag für die Gastraumsanierung des Vereinsheimes vor. Hierbei ist unter anderem geplant, den Bodenbelag neu zu fliesen, die Elektrik zu erneuern, den Einbau einer Akustikdecke mit Erneuerung und Verbesserung der Dachdämmung und der Einbau einer neuen Gastraumbestuhlung. Für diese geplanten Maßnahmen liegen entsprechende Angebote von diversen Firmen vor. Gemäß einem Beschluss des Gemeinderates vom 27. Februar gewährt die Gemeinde eine Förderung an Vereine in Höhe von 50 v.H. der Gesamtkosten, maximal jedoch 10.000 Euro, pro Maßnahme. Dieser Maximalbetrag ergibt sich aus den vorgelegten Sanierungskosten. Einige Gemeinderäte lösten eine Diskussion aus und werteten den Beschluss vom Februar so, dass ein Verein im Haushaltsjahr nur einen Antrag stellen kann, und nicht, wie in diesem vorliegenden Fall, Maßnahmen bezogen bis zum Maximalbetrag auch mehrere. Gemeinderätin Sigrid Hotaling sieht im Antrag des Sportvereins gegebenfalls einen Nachtrag zur bereits in diesem Jahr erfolgten Förderung an den TSV in Höhe von 6694,06 Euro für eine neue Warmwasseranlage im Sportheim. Schließlich stellen die Gemeinderäte Jürgen Gleißner und Volker Mauer den Antrag, dem TSV Thundorf einen einmaligen Zuschuss in Höhe von maximal 10.000 Euro zu gewähren und bei nächster Gelegenheit, den Beschluss zu ändern und klar zu definieren, dass zukünftig nur ein Zuschussantrag pro Verein und nicht Maßnahme bezogen im Jahr in Höhe von 50 v.H. der Gesamtkosten (max. 10.000 Euro) gestellt werden kann. Diesem Antrag wird vom Gemeinderat mehrheitlich stattgegeben.

Dem Antrag auf Baugenehmigung zum Umbau eines Einfamilienhauses mit neuem Anbau in Rothhausen wurde vom Gemeinderat das Einvernehmen erteilt. Der Bauherr beabsichtigt das vorhandene Einfamilienhaus in der Stadtlauringer Straße in Rothhausen umzubauen. Der Umbau bezieht sich im Wesentlichen auf den Bereich des Dachgeschosses. Das Dach soll abgenommen und teilweise erhöht werden. Das Baugrundstück befindet sich im Innerortsbereich und fügt sich in die nähere Umgebungsbebauung ein.