Auch die Nipro PharmaPackaging Germany GmbH auf dem Schindberg hat ein Corona-Problem: das für Mitte Juli geplante Jubiläumsfest anlässlich der Gründung des Vorgängerunternehmens vor genau 100 Jahren in Thüringen musste aus begreiflichen Gründen abgesagt werden. Ansonsten hat das Unternehmen keinerlei Probleme mit der Pandemie. Keiner der fast 500 Mitarbeiter im größten Unternehmen der Stadt hat sich angesteckt und die Produktion läuft gerade jetzt rund um die Uhr auf Hochtouren. Hier werden zurzeit kleine Glasflaschen produziert, die die Pharmaindustrie für noch gar nicht vorhandene Corona-Impfstoffe ordert. Nicht weniger als dieser 65 000 Flaschen verlassen täglich das Werk und werden an Pharma-Unternehmen in der ganzen Welt verschickt.

Der japanische Nipro-Konzern hat sich auf die Produktion medizinischer Geräte spezialisiert. Das Werk in Münnerstadt gehört zum Geschäftsfeld "Pharmaceutical Packaging" des Unternehmens, ist also Packmittelhersteller für die pharmazeutische Industrie. Unser Mitarbeiter sprach mit Markus Maßmann, dem Managing Director in Münnerstadt und Personalchefin Angelika Schäffel. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie wird in Hochsicherheits-Forschungslabors an Universitäten, Instituten und Pharma-Unternehmen in vielen Ländern der Erde mit Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffs gearbeitet, wenn auch bisher ohne den entscheidenden Durchbruch.