Nur wenige Punkte hatte der Bad Bockleter Marktgemeinderat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause abzuarbeiten. Dazu gehörten auch ein Antrag der Würzburger Firma Rosbo, Bauherr des neuen Vollsortimenters am Aschacher Kreisel, sowie eine Änderung der forstwirtschaftlichen Jahresbetriebsplanung durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF, Bad Neustadt).

Befreiung vom Bebauungsplan

Schon seit zwei Monaten ist der neue Rewe-Vollsortimenter am Aschacher Kreisel in Betrieb. Doch erst jetzt ist aufgefallen, dass die geplante Mülleinhausung die im gültigen Bebauungsplan festgelegte nordwestliche Baugrenze überschreitet. Somit liegt die Einhausung innerhalb der Anbauverbotszone zur nahen Staatsstraße St 2292. Da es sich hierbei jedoch nur um ein untergeordnetes Bauteil handelt, ist dies nach den Festsetzungen des Bebauungsplanes zulässig. Um den Vorgang ordnungsgemäß abzuschließen, wurde jetzt vom Bauherrn Rosbo nachträglich eine isolierte Befreiung vom gültigen Bebauungsplan beantragt. Das Ratsgremium erklärte bei einer Gegenstimme sein Einverständnis.

Änderung der forstwirtschaftlichen Jahresbetriebsplanung

Nachdem die Holzpreise wieder deutlich gestiegen sind, schlug Revierförster Michael Sautter (AELF Bad Neustadt) dem Gemeinderat eine Aktualisierung der Jahresbetriebsplanung vor. Demnach ist jetzt geplant, im Herbst im Bereich Aschach die mittlerweile pflegedringlichen Fichtenbestände zu durchforsten und anschließend die so entstandenen Lücken mit klimatoleranten Baumarten wie Buche und Tanne neu zu bepflanzen. Außerdem ist ein größerer Hieb aus Kiefern, Fichten und Buchen in Aschach vorgesehen. Sollten die Preise allerdings wieder sinken, will man wieder auf die alte, im Frühjahr beschlossene Planung zurückkommen. Der Marktgemeinderat stimmte der vorgeschlagenen Planungsänderung einstimmig zu.