Hier konnte sich die Stadtrats-SPD und Ausschussgemeinschaft von Grüne/ BfU/ödp-Fdp mit ihrem Nachprüfungsantrag nicht durchsetzen. Das Plenum bekräftigte nach erneuter Aussprache mit 14 zu elf Stimmen eine Entscheidung des Bauausschusses. Der hatte beschlossen, dass in der Von-Hessing-Straße an der Südwestseite die Parkstände schräg und nicht mehr längs angeordnet werden.
Dann können dort zwölf Autos abgestellt werden.

Die (wenigen) Radfahrer werden auf einem abgetrennten Weg an der Nordostseite geführt. Hier sieht allerdings die Sparkasse Probleme, weil der Radweg vom Fußgängerbereich nicht baulich getrennt sei. Richard Fix (Grüne) erwartet keine Konflikte vor dem Geldinstitut, allenfalls vor den Arkaden.

CSU, FW und DBK waren weiter für das Votum des Bauausschusses. CSU-Sprecherin Klaudia Schick sagte, man stehe nach längerer, breiter Diskussion dazu. Auch Otto Funck (FW) bekräftigte ihn. Die Anrainer, Geschäftsleute, würden diese Lösung befürworten.

Für die SPD verwies Bernd Czelustek auf die Verkehrssicherheit. Die Kosten - rund 180 000 Euro - würden über die Parkgebühren wieder hereinkommen. "Mit Magenschmerzen" stimme er daher einem verkehrsberuhigten Bereich mit Schrägaufstellung zu.

Diese Variante hatte sich gegen vier andere Vorschläge durchgesetzt. Dazu muss die Sparkasse einen Grundstücksteil zur Verfügung stellen.

Die Polizei ist von dieser Lösung nicht begeistert. Durch rückwärts ausparkende Pkw seien angesichts des Aufkommens und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit Konfliktsituationen zu erwarten. Sie hätte es lieber gesehen, wenn die Straße verkehrsberuhigt worden wäre mit beidseitigem Längsparken. Der Rat nahm es zur Kenntnis, ließ sich aber nicht umstimmen.

Neue Straßennamen

Die Verbindung vom Pater-Peter-Weg zur Schurzstraße heißt künftig Maria-Ward-Weg. Die zwischen Schurz- und Pfalzstraße sollte Pfarrer -Wüst-Weg genannt werden. Otto Funck (FW) konnte für seinen Vorschlag Johannes-Wüst-Straße (ohne Pfarrer) keine Mehrheit finden.

Maria Ward gründete den Orden der Englischen Fräuleins, die in Bad Kissingen über 100 Jahre eine höhere Mädchenschule betrieben haben. Der Kissinger Pfarrer Johannes Wüst wurde im 16. Jahrhundert im Bauernkrieg enthauptet.