"Es hat so geklappt, wie man es sich wünscht." Diesen Satz möchte Oberbürgermeister Kay Blankenburg bei der Vollendung von Baumaßnahmen gern viel öfter sagen. Umso mehr freuten sich er und Thomas Hornung über die 100 Meter Frühlingsstraße, die nun fertiggestellt ist.
Das positive Fazit bezieht sich vor allem auf die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Stadtwerken, in im Verbund die Straße komplett neu aufgebaut haben.
Verantwortlich für Kanalisation, Oberfläche und Beleuchtung war dabei die Stadt. Die Stadtwerke haben zu gleicher Zeit Leitungen für Gas, Wasser und Strom erneuert. Außerdem sind genügend Leerrohre verlegt worden, damit man gegebenenfalls auch für ein Breitbandkabelnetz nachrüsten kann.

"Günstigste Ausbauvariante"

Thomas Hornung, Leiter des städtischen Tiefbaureferats, rechnet vor, dass sich eine Zusammenarbeit sich vor allem für den Steuerzahler lohne. Und damit auch indirekt für die Anwohner. Für die gilt der Satz: "Die berechneten Kosten wurden eingehalten": 177 000 Euro für Straße inklusive Beleuchtung und 120 000 Euro für den Kanal. Trotzdem war es nach Hornungs Ansicht die "günstigste Ausbauvariante" - auch weil es eine komplett neue Straße ist, die für die nächsten Jahrzehnte gebaut wurde.
Die Maßnahme hatte am 15. Oktober 2012 begonnen und endete am 23. April 2013. Aufgrund Schlechtwetters war eine Ausnahmegenehmigung von der Immissionsschutz-Verordnung erforderlich gewesen. Dem hatten Anwohner und Stadtrat zugestimmt. Insgesamt wurde es ein "bestandsnaher Ausbau." Das bedeutet: Die Straße wurde weder breiter noch schmaler, behielt ihre bisherigen Maße. Unter den 100 Metern Straßenbelag liegen jetzt 90 Meter Kanalrohre mit 30 Zentimetern Durchmesser. Der Kanal wurde bis zu den Grundstücksgrenzen gelegt, der Rest einschließlich neuem Kontrollschacht für die Leitungsprüfung war Sache der Hauseigentümer. Die Hausanschlüsse wurden in "Steinzeug-Qualität" verlegt. Somit seien sie resistenter gegen aggressive Haushaltsabwässer. Die Straße bekam eine Asphalt-Tragschicht. Für die Beleuchtung sorgen drei auf einer Straßenseite installierte Einzellampen mit NAV-System.

Prioritätenliste

Beim Ortstermin betonte Hornung nochmals, dass man im ganzen Stadtgebiet den Straßenzustand erfasst habe und im Moment bei der Kanalerfassung sei. Daraus ergeben sich die Prioritäten beim Straßenbau. In der Frühlingsstraße war die Wasserversorgung die Ursache für die Baumaßnahme mit der Besonderheit, dass die Frühlingsstraße wichtig ist für die Trink- und Löschwasserversorgung der Maxstraße. Daher mussten im Vorfeld Maßnahmen getroffen werden, damit dort die ständige Versorgung, vor allem mit Löschwasser, gewährleistet war.
Die Planung der Maßnahme lag beim Architekturbüro Hahn & Kollegen, die Ausführung bei Baufirma Hell. OB und Hornung dankten den Anwohner, zu denen man Kontakt hielt. Sie mussten den Zugang zu den Grundstücken gewährleisten - was nicht immer möglich war, wie Hornung einräumt.