In Absprache mit der Stadt Bad Kissingen und der Allianz "Frankens Saalestück" sei ein neues Konzept erarbeitet worden. Über Bord geworfen wurde dabei endgültig der Ticket-Verkauf: Vor zwei Jahren hatte der Landkreis noch einem Entwurf zugestimmt, der im Alten Rathaus eine Kombination von Tourist-Info, Regionalladen und Vinothek vorsah. Später war zumindest ein einfacher Ticket-Verkauf eingeplant.
In Absprache mit möglichen Betreibern gebe es nun aber neue Raumpläne.
Im Dezember sei der bisher geplante Betreiber abgesprungen. "Aktuell gibt es drei Bewerber, mit denen konkret verhandelt wird", berichtete Metz. Eine Entscheidung solle bis Mitte Mai fallen. Bereits bis Ende April soll jedoch ein Förderantrag an die Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau gestellt werden. Dafür seien verbindliche Finanzierungszusagen des Landkreises, der Stadt, der Allianz und der Winzer notwendig. Wenn der Förderbescheid bis dahin vorliege, soll laut Metz bis Ende Juni die Ausschreibung laufen. "Dann wäre eine Realisierung ab Juli möglich", sagte Jürgen Metz und hielt eine Eröffnung im letzten Quartal 2016 für realistisch.


Bistro und Außenbestuhlung

Das neue Raumkonzept sieht nach wie vor eine runde Theke im Erdgeschoss des Alten Rathauses vor. Neu sei im hinteren Bereich eine kleine Bistro-Küche für kleinere Speisen vorgesehen. Zudem soll das Obergeschoss bestuhlt werden, um Weinproben und kleinere Events zu ermöglichen. Zudem sei auch eine Außenbestuhlung auf dem Marktplatz geplant.
"Das sollten wir unbedingt machen", sprach sich Landrat Thomas Bold (CSU) für die Vinothek aus und verwies auf Beispiele aus anderen Orten. Wenn die Vinothek gut betrieben werde, könne sie eine Bereicherung sowohl für die Fußgängerzone, als auch für die Weinbaubetriebe im gesamten Saaletal werden, weil Bad Kissingen mit mehr als 1,5 Millionen Übernachtungen und tausenden Tagesgästen der ideale Standort sei. Der Wirtschaftsausschuss schloss sich dieser Meinung einstimmig an und erteilte der Verwaltung den Auftrag, weitere Verhandlungen zu führen.
Zur Sprache kam in der Sitzung auch die Situation am St.-Elisabeth-Krankenhaus. "Es brennt der Bevölkerung auf den Nägeln", sagte CSU-Fraktionssprecher Siegfried Erhard. "Das erfüllt mich auch mit Sorge", kommentierte Landrat Bold die jüngsten Veröffentlichungen, und: "Immer wenn es in der Chefetage Wechsel gibt, geht Bindung verloren und kommt Unsicherheit auf." Deshalb habe er bereits Gespräche geführt und plant weitere - auch mit der Geschäftsführung des Helios-Mutterkonzerns.