"Gutes tun mit nur fünf Euro" lautete vom 21. Juni bis 3. Juli eine Aktion bei Edeka Nordbayern, an der sich auch die Kunden des Bad Kissinger Edeka-Centers Klaus Rüttger an der Spitzwiese zwei Wochen lang beteiligen durften. Dort hatte man die ungewöhnliche Gelegenheit, für jeweils fünf Euro eine vollgepackte Spendentüte zu kaufen und diese der Bad Kissinger Tafel zu schenken. Am vergangenen Montag übergaben nun Rüttgers stellvertretende Marktleiter Andre Pfennig und Benedikt Weber die gesammelten 67 Spendentüten mit einem Warenwert von fast 400 Euro an Wolfgang Speyer, den Vorsitzenden der Bad Kissinger Tafel.

Normalerweise werden der Kissinger Tafel überwiegend Lebensmittel von Einkaufsmärkten gespendet, deren Haltbarkeitsdatum in wenigen Tagen abläuft. Viel zu selten finden sich in den Spendenlieferungen Nahrungsmittel mit langer Haltbarkeitsdauer. Dies brachte Edeka-Marktbetreiber Klaus Rüttger auf die Idee, diesmal haltbare Grundnahrungsmittel wie Zucker, Mehl, Nudeln oder Reis sowie Konserven und Süßigkeiten in die Spendentüten zu packen. Seine Kunden durften allerdings wählen, welche der zwei möglichen Tüten-Arten sie kaufen und der Kissinger Tafel spenden wollten. Denn außer der Lebensmitteltüte konnte sich jeder Spender auch für eine Edeka-Tüte voller Drogerie- und Hygiene-Artikeln entscheiden. "Das ist schon etwas Besonderes", war Tafelvorsitzender Wolfgang Speyer von dieser Idee begeistert, als er nicht nur 34 Lebensmitteltüten, sondern auch noch 33 große Einkaufstüten mit Drogerieware für seine etwa 800 Tafelbezieher entgegennehmen durfte. "Unsere Kunden sind gerade für Hygiene-Artikel sehr empfänglich", dankte er dem Team des Edeka-Centers und seinen spendablen Kunden für diese Idee.