So ging Wegner auf die Ergebnisse der Eigentümerbefragung ein. Sämtliche Grundeigentümer im Kurgebiet waren um ihre Meinung gebeten worden, 65 Prozent haben die Chance genutzt. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass 40 Prozent der Eigentümer daran denken, ihr Anwesen zu modernisieren, fast 40 Prozent denken über eine Neuvermietung nach, etwas über 20 Prozent über Abriss und etwas unter 20 Prozent an Verkauf.

Diesen Eigentümern
müsse eine Perspektive geboten werden. 25 Prozent wünschen sich eine Nutzungsänderung, zum Beispiel in Richtung Dauerwohnen, das bisher im Kurgebiet nicht möglich ist. so verwundert es nicht, dass es auch mehr Kritik als Zustimmung gab es für den Bebauungsplan Sondergebiet Kurgebiet gab.

Unter anderem ging der Wegner auf ein Fachgespräch ein, an dem Vertreter aus den Bereichen Gesundheit, Tourismus und Einzelhandel teilnahmen. Hier wurde festgehalten, dass Bad Kissingen seine Chancen als Gesundheitsstadt und potenzielles Weltkulturerbe nutzen muss. Außerdem gelte es, sich wieder auf die traditionellen Qualitäten wie die Heilquellen zu besinnen. Mit entsprechenden Programmen sollen vermehrt Familien, Tagungen und Kongresse in die Kurstadt geholt werden, zudem seien Projekte wie ein neues Kurhaushotel zu realisieren. Während die Bedeutung der historischen Gebäude hervorgehoben wurde, gab es Kritik an den Leerständen. Hingewiesen wurde auch auf einen drohenden Fachkräftemangel. Verbesserte Rahmenbedingungen (Wohnen, Ausbildung) könnten helfen.

Das integrierte Handlunskonzept soll spätestens im Juni vorliegen. Dann wird es dann an die Anpassung des Bebauungsplanes gehen. Stadtplaner Wolfgang Russ wies noch darauf hin, dass die Regierung signalisiert habe, dass das Kurgebiet für das Förderprogramm Soziale Stadt geeignet sei.