Die Aufgabe, die auf sie und ihre Kolleginnen zukommt, hat es in sich. Gefragt sind Fingerspitzengefühl, Geduld, Einfühlungsvermögen, Stärke und Energie. Das weiß Monika Fella. Sie ist eine von sieben Schulbegleiterinnen, die darauf vorbereitet worden sind, damit sie Kinder und Jugendliche mit seelischen Problemen in der Schule helfen können.

Monika Fella, eigentlich gelernte Augenoptikerin, ist "seit 20 Jahren Hausfrau und Mama". Sie hat drei Kinder.
Tochter Elisabeth (20) ist behindert, hat autistische Züge und besucht die Franz-von-Prümmer-Schule. Dort ist ihre Mutter seit langem Mitglied des Elternbeirates.

Informativ und interessant

Ihr Wissen, das sie in der Erziehung erworben hat, will Monika Fella umsetzen. Außerdem hat sie an drei Samstagen eine zusätzliche Ausbildung absolviert, die sehr interessant und informativ gewesen sei. Sie habe dabei vieles wieder erkannt und eine Menge Neues gelernt. Diese Qualifizierung, so Landrat Thomas Bold (CSU) bei der Übergabe der Urkunden, sei in Franken und eventuell sogar in Bayern ein Novum. Damit war der Trägerverein Generationen-Netz betraut. Sie hat im Generationenhaus stattgefunden.

Entlastung für die Eltern

Einstimmig hat der Jugendhilfeausschuss des Kreistags den Verein damit und mit der Betreuung der Schulbegleiterinnen beauftragt. Bold freute sich, dabei einen gemeinsamen Weg gefunden zu haben. Damit sei die Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention in Sachen Inklusion "optimal gelöst". Sie gibt Behinderten das Recht, eine Regelschule zu besuchen. Dabei genau helfen die Begleiterinnen. Sie werden vom Verein nicht nur aus- und weitergebildet, sondern auch vermittelt und betreut. Darum müssten sich die Eltern also nicht kümmern.

Bold sagte, es funktioniere, weil der Kreis im Verein einen Partner habe, der das qualifiziert umsetze. Diese wichtige Einrichtung habe die Möglichkeit, seine Kompetenz einzubringen und sich weiterzuentwickeln.

Aufgabe mit großer Bedeutung

Vorstandsmitglied Bernhard Bundscherer sagte, Schulbegleiterinnen kämen bei einem besonderen Förderbedarf wie bei Asperger Autismus zum Einsatz. Die Kosten übernähmen Landkreis oder Bezirk. Das System funktioniere aber nur bei enger Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die Damen erfüllten eine Aufgabe von besonderer Bedeutung für die Schützlinge und für die Gesellschaft.

Aufgabe Schulbegleiter sind keine Hausaufgabenbetreuer, Zweit- oder Nachhilfslehrer. Sie geben lebenspraktische Hilfen, unterstützen im sozialen und emotionalen Bereich, beugen Krisen vor oder wirken bei der Bewältigung mit, verbessern die Kommunikation mit Pädagogen und Mitschülern.

Team Aktuell stehen sieben Schulbegleiterinnen zur Verfügung: Monika Fella, Ulrike Gränz, Rita Heinisch, Julia Rüttiger, Carmen Schwab, Dianna Wiessner und Claudia Griebel.

Ansprechpartner Weitere Informationen bei Iris Hönig im Mehrgenerationenhaus (0971/ 699 3381, E-Mail: i.hoenig@ mgh-badkissingen.de; www. mehrgenerationenhaeuser.de

Zielgruppe Betreut werden unter anderem Kinder mit der Diagnose Asperger Autismus. Das ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung mit Schwächen in der sozialen Interaktion und Kommunikation. Auch motorische Auffälligkeiten treten auf. Die Kinder haben nur ein mangelhaftes Einfühlungsvermögen, begegnen zwischenmenschlichen Dingen mit Unverständnis. Sie sind oft sozial isoliert und ecken überall an, neigen auch dazu, unablässig und langatmig zu reden.

Intelligenz Die Intelligenz der Betroffenen ist oft normal ausgeprägt. Kinder zeigen häufig sogar Stärken in den verbalen Aufgabenbereichen. Einige erbringen herausragende Leistungen in bestimmten Bereichen. Andere wiederum haben erhebliche Konzentrationsprobleme. Quelle: Wikipedia. ed