Mit Festgottesdienst, Kirchenparade, Totengedenken und einem anschließendem Zusammenkommen in der Turnhalle wurde der 25. Gemeindefeuerwehrtag gebührend gefeiert, ein langjähriges Mitglied geehrt und Bürgermeister Siegfried nahm die Veranstaltung auch gleich zum Anlass, sich von seinen Feuerwehren zu verabschieden.
Wie der Bürgermeister erläuterte, sei die Einführung des Gemeindefeuerwehrtages vor nunmehr 24 Jahren eine tolle Erfindung gewesen.
Zeige sie doch auch, dass sich in diesen Jahren sehr viel in den Feuerwehren geändert habe. Inzwischen habe jede Wehr das nötige Gerät und so seien auch die Anforderungen an die Mannschaften gestiegen. Hinter all dem stünden heute Leute, die ausbilden und sich ausbilden lassen, denn "Feuerwehr sei heute mehr als nur nach der Kirche übungshalber ein paar Schläuche kuppeln". Aber, wer schwer zusammenarbeitet, in der Nacht zu Einsätzen fährt und dort eine helfende Gemeinschaft bildet, der solle auch Kameradschaftspflege betreiben. Und weil der Bürgermeister gerade so schön bei arbeitenden Menschen war, griff er spontan Hermann Bühner heraus, der sich als Gerätewart in Rottershausen seit nunmehr 38 Jahren um die Gerätschaften der Freiwilligen Feuerwehr kümmert. "Solche Leute brauchen wir in Summe, auch wenn es in anderen Wehren solche gibt, die Dienst für die Gemeinde, für die Wehr und für die innere Befriedigung verrichten", sagte Erhard. Zwar erwähnte er auch, dass es gelegentlich auch zu Reibungen mit den Feuerwehren gekommen sei, aber, "jede Reibung erzeugt Wärme und die tut allen gut".

Funktionsfähige Einheit

Dieser Jubiläumsfeuerwehrtag sei auch gleichzeitig der Abschiedsfeuerwehrtag für Bürgermeister Siggi Erhard betonte stellvertretender Landrat Emil Müller und begrüßte gleichzeitig Oerlenbachs neuen Bürgermeister Franz Kuhn. Die Feuerwehren, so Müller, seien seit jeher ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft gewesen und geblieben. Über 5000 freiwillige Feuerwehrkräfte, Männer, Frauen und Jugendliche zeigten den Stellenwert, den der Feuerschutz heute im Landkreis ausmacht. "Wir fühlen uns hier sicher, hier ist eine Hilfeleistungskette vorhanden und gerade die Freiwilligen Feuerwehren decken hier einen großen Bereich ab", sagte Müller. Ehrenamtlich sich für andere einzusetzen und oft genug Leben und Gesundheit für andere zu riskieren, zeige, dass dies eine funktionsfähige Einheit.
Einer, der seit über 25 Jahren dazu gehört, ist Frank Mützel. Er habe, so der Bürgermeister "die Feuerwehr schon mit der Muttermilch aufgenommen, denn sein Vater war langjähriger Kommandant". Frank Mützel, der heute am Bauhof der Gemeinde Oerlenbach beschäftigt ist, rücke zu fast jedem Einsatz der Ortswehr mit aus. Auch von Kreisbrandrat Benno Metz kam ein herzliches Dankeschön an den Jubilar und alle Feuerwehrdienstleistenden, stehen sie in der Gunst der Bürger doch ganz oben an der Spitze, noch vor den Ärzten und anderem Rettungspersonal. "Wertschätzung und Vertrauen sind nötig bei den vielfältigen Aufgaben und dem breitgefächerten Spektrum, das unsere Feuerwehren heute Tag für Tag erledigen", betonte der Kreisbrandrat und stellte klar, dass eine gute Ausrüstung der Wehren allein dem Schutz der Bürger diene.