Wenn sich junge Leute treffen, wird gefeiert und geraucht, da kann es auch mal zu einem Brand kommen. Die Jugend in Frankenbrunn hofft natürlich, dass so etwas niemals passiert. In ihre neuen Räume am ehemaligen Pumphaus der Wasserversorgung haben die Jugendlichen viele Arbeitsstunden investiert. "Wichtig ist, dass man solche Situationen übt, denn es könnte ja mal was Ähnliches und Ernsthaftes passieren", erklärte der örtliche Kommandant Torsten Büchner.

Nach zehn Minuten zur Stelle

Ein guter Anlass für die Großübung war der Tag, an dem das Sommerfest der Frankenbrunner Wehr gefeiert wird. "Wir müssen innerhalb der Wehren, und besonders der westliche Bereich der Gemeinde, zusammenarbeiten", sprach Büchner von einer "West-Allianz". Das sei auch bei den Einsätzen erforderlich. Daher waren auch die Wehren aus Reith, Hetzlos, Thulba und Frankenbrunn alarmiert worden. Schon zehn Minuten nach der Alarmierung kamen die Fahrzeuge mit den Mannschaften an. Sie wurden vom Einsatzleiter, dem stellvertretenden Kommandanten Johannes Fröhlich, und Gruppenführer Sven Büchner in ihre vorgesehenen Aufgaben eingewiesen.

Verqualmte Räume

Eine Aufgabe war, in den verqualmten Räumen des Jugendheimes drei vermisste Mädchen zu finden und in Sicherheit zu bringen. Hier kam die Wehr aus Thulba mit ihren Atemschutzgeräteträgern zum Einsatz. Bis diese zur Stelle waren, kümmerten sich die jungen Wehrmänner aus Frankenbrunn um die Löschwasserversorgung. Über einen Unterflurhydranten und mit Einsatz des Tragkraftspritzenfahrzeuges TSF 8 wurde für das erste Wasser gesorgt.
Nun konnten die Atemschutzgeräteträger aus Thulba unter Leitung von Alexander Muth mit ihrer Rettungsaktion beginnen. Zwei Mann drangen mit ihrer Ausrüstung in das verqualmte Gebäude ein. Da die Räume sich in zwei Stockwerken befinden, war die Rettungsaktion nicht ganz einfach. Schon bald hörte man: "Der obere Raum ist frei." Das hieß, dass sich die Mädchen im Untergeschoss befinden mussten.
Über die schmale und ebenfalls mit Rauch gefüllte Treppe erfolgte mit dem schweren Gerät der mühsame Abstieg. Schon kurze Zeit später werden die Floriansjünger fündig. "Ich höre Stimmen, hier sind Personen", sagte einer der Männer. Bald darauf brachten die Atemschutzgeräteträger die drei Vermissten nach oben und ins Freie.

Gewisse Erleichterung

Dort konnten sie wohlbehalten an die dort wartenden Feuerwehrmänner mit einer gewissen Erleichterung übergeben werden. Zwischenzeitlich hatten die Wehren aus Hetzlos und Reith bereits vorsorglich eine weitere Leitungsstrecke aufgebaut. Am etwa 250 Meter entfernten Brunnen wurde die Brunnenstube angezapft und das Löschwasser mit zwei Tragkraftspritzen zur Einsatzstelle geschafft.
Einsatzleiter Johannes Fröhlich zeigte sich mit dem Ablauf sehr zufrieden: "Wir hatten nicht nur das Wasser schnell an der Einsatzstelle, sondern auch die Atemschutzgeräteträger leisteten hervorragende Arbeit. Auch ein geplatzter Schlauch war innerhalb kürzester Zeit ausgetauscht."
Die Marktgemeinde war mit Holger Fröhlich präsent. Er lobte ebenfalls den vorbildlichen Einsatz. Danach konnten sich die Wehrmänner bei Getränken, hier zeigten sich die Frankenbrunner großzügig, und mit Leckereien aus dem Backofen stärken.