Weil so viele Zuhörer kamen, wurde die konstituierende Gemeinderatssitzung am Montag in den Clubraum der oberen Etage des Mehrzweckgebäudes verlegt. Nicht nur der neue Bürgermeister August Weingart (CSU/ WG) sondern auch dessen Stellvertreter, Zweite Bürgermeisterin Gabriele Dehmer (SPD) und Dritter Bürgermeister Johannes Büttner (CSU/ WG) sowie die übrigen neuen Räte legten ihre Diensteide öffentlich ab.
Neben August Weingart und Büttner erhoben von der CSU/ WG auch Jens Weingart und Michael Hümpfner feierlich ihre Schwurhand. Von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) waren es Bianca Mende und Willi Diez. Klaus Keller (SPD) war zu diesem Termin verhindert, und er soll in der kommenden Sitzung vereidigt werden. Somit sind sieben der insgesamt neun Marktgemeinderäte neu in Sulzthal. Geblieben sind Gabriele Dehmer (SPD) und Dietmar Neder (CSU/ WG). "Alles neu macht bei uns der Mai", sagte August Weingart.

Viele Aufgaben für Büttner

Zweifellos zu den jüngsten Räten in den Kommunen des Landkreises zählt Johannes Büttner. "Nein, ich schaffe das schon", versichert der pflichtbewusste Jurastudent der Zeitung nach seiner Wahl zum Dritten Bürgermeister. In dieser Funktion hat er genauso wie August Weingart und Gabriele Dehmer sogar das Recht, Eheschließungen vorzunehmen. Außerdem ist Büttner noch der Ersatzmann für Jens Weingart, der zusammen mit August Weingart Mitglied der VG-Versammlung ist. Obendrein hat Büttner noch das Ehrenamt des Jugendbeauftragten übernommen.
Büttners Vertreter in Sachen Jugendbeauftragte sind Dehmer und Hümpfner. Letzterer hat auch den Vorsitz im örtlichen Rechnungsprüfungs-Ausschuss. Weiterhin sind dort Dehmer als zweite Vorsitzende und Mende aktiv. Ihre Vertreter im Rechnungsprüfungs-Ausschuss heißen Jens Weingart, Klaus Keller und Diez. Im Arbeitskreis Kläranlage sind neben dem Ersten Bürgermeister noch drei Räte vertreten, nämlich Neder, Keller und Diez. Die beiden Frauen Mende und Dehmer übernahmen als Beauftragte das Thema Kindergartenbetreuung.
"Ich begreife die radikale Veränderung in unseren Gemeinderat mit neuen sieben von neun Stimmen als Chance für einen Neuanfang zum Wohle der Sulzthaler", dankte Bürgermeister August Weingart seinen Wählern für das gute Ergebnis. Er sei offen für frische Ideen der Bürger und bereit für parteiübergreifende Diskussionen. "Die Kläranlage, die Leerstände im Ort und die Erschließung von Baugelände werden uns in Zukunft beschäftigen", signalisierte Weingart. Laut Beschluss soll die alte Geschäftsordnung des Marktes Sulzthal noch weiter gelten. So zum Beispiel auch bezüglich des Sitzungsgeldes und des kleinen Finanzrahmens für den Bürgermeister. Dieser erhält eine Aufwandsentschädigung von 2579,46 Euro, beschloss der Gemeinderat.