Das Mittagessen für die betreuten Schüler (bisher 3 Euro) und Kinder (bisher 2,50 Euro) wird ab 1. Januar 2016 um 50 Cent für die Schüler und 30 Cent für die Kindergartenkinder teurer. Dies beschloss der Gemeinderat nach längerer Diskussion. Im vergangenen Haushaltsjahr war ein Defizit von rund 17 000 Euro entstanden. Die Räte waren sich bewusst, dass durch diese moderate Preiserhöhung keine Kostendeckung herbeigeführt werden könne. Jedoch soll das Finanzloch nicht noch größer werden. Bürgermeister Gotthard Schlereth: "Auf die Essensqualität wird großer Wert gelegt". Damit meinte er regional frische Produkte wie Salat, Obst und Gemüse sowie die schmackhafte Zubereitung durch eigene Kräfte des Marktes Oberthulba.


Transparenz gefordert

Die jüngste Sanierung des Kindergartens St. Johannes Oberthulba war der Anlass für grundsätzliche Betrachtungen der Zuschussbeantragungen bei der Marktgemeinde. Bürgermeister Gotthard Schlereth (FWG) verlangte Transparenz: "Es kann nicht sein, dass über den Kopf des Zuschussgebers hinweg entschieden wird und mit der Erledigung der Arbeit vollendete Tatsachen geschaffen werden". Es ging um Renovierungsarbeiten im oben genannten Kindergarten, die bereits im August ausgeführt wurden, für die aber erst jetzt ein Zuschussantrag bei der Marktgemeinde gestellt wurde. Jürgen Weigand (FWG Wittershausen) stellte die Situation aus Sicht als Vorsitzender des Trägervereins St. Johannes dar: "Damals ging alles recht schnell. Die Kirchenverwaltung akzeptierte das Gesamtkonzept der Renovierung. Die Diözese Würzburg gab überraschend sofort grünes Licht. Eigenleistungshelfer standen kurz vor deren Urlaub noch bereit, und Handwerker waren schnell zur Stelle. Der Gemeinderat war noch in den Sommerferien und deshalb beim Ortstermin leider nicht mit im Boot", so Weigand.
"Es sind bei der unbürokratischen Vorgehensweise Fehler gemacht worden", räumte Pfarrer Dr. Jaroslaw Woch ein und erklärte: "Eigentlich hätten die Arbeiten später gemacht werden sollen. Obendrein landeten die Rechnungen in Würzburg, so dass diese erst später vorgelegt werden konnten."
Für Maler- und Bodenarbeiten betrugen die Kosten rund 16 000 Euro. Davon übernehme die bischöfliche Finanzkammer 7000 Euro, erklärte Schlereth. 6000 Euro trage die ansässige Kirchenverwaltung zusammen mit dem Trägerverein, weitere 7000 Euro die Marktgemeinde Oberthulba. Vorausgegangen waren in einer getrennten Aktion mit Beteiligung und Zustimmung der Gemeinde Arbeiten für den Schallschutz und Aufbesserungs-Maßnahmen im Außenbereich des Kindergartens.
"Ich rege die Teilnahme am Dorfwettbewerb an", reagierte Schlereth auf die 26. Ankündigung "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden". Hassenbach hat im Jahr 2003 den vierten Platz landkreisweit erreicht. Die Anmeldefrist laufe am 25. Mai 2016 ab.
Für die LED-Straßenbeleuchtung im Wert von rund 7500 Euro im Unteren Graben gaben die Räte ihr Einverständnis. Damit entfällt eine rund 2000 Euro teure Anschaffung einer weiteren Leuchte. Das Gewerbegebiet in der Schlimpfhofer Straße (Oberthulba) soll eine Beschilderung mit Hinweis auf die Firmen erhalten. Offen ist noch, ob eine Haltebucht für lange Lkw in der Zufahrt Kissinger Straße eingeplant werden soll. Der Radweg sei dadurch nicht betroffen. Dem Kämmerer und Bürgermeister erteilten die Räte nach dem Bericht des Prüfungsausschusses über die Jahresrechnung 2014 Entlastung. Der Verwaltungshaushalt hatte rund 8,1 und der Vermögenshaushalt rund 3,3 Millionen Euro betragen.