Die Sommerferien beginnen und die nächste Gemeinderatssitzung wird voraussichtlich erst am 10. September stattfinden. So gab es am Donnerstag schnell noch eine mit nachträglichen Ergänzungen und Auftragsvergaben gespickte Sitzung. Schon bei einem Ortstermin hatten sich die Räte vom schlechten Zustand des Leichenhausdaches im Waizenbacher Friedhof überzeugt. Jetzt soll der Mindestbietende, die Firma Bornkessel aus Völkersleier, nach der Ausschreibung den Auftrag in Höhe von rund 8700 Euro erhalten. Teurer wird es für die Sanierungsarbeiten der Gemeindestraßen aller Ortsteile. In einer Großausschreibung erwies sich die Firma Müller-Bau aus Großenbrach als Mindestbietende. Den Auftrag über rund 87 000 Euro soll sie jetzt erhalten. "Das Projekt ist über dieses Jahr hinaus auf kommende Jahre verteilt und je nach Winterschäden in der Menge variabel", kommentierte Bürgermeister Jürgen Karle. Er bat die Räte, Schäden aus ihren Ortsteilen möglichst zeitnah an den Bauhof zu melden.
Noch teurer wird es für den Ausbau der Ortsdurchfahrt von Wartmannsroth. Die Kostenschätzung des 2016 beginnenden Projektes werde im Bereich von 1,5 Millionen Euro sein, so Karle. Jetzt wurde das Haßfurter Büro Alka mit den Planungsarbeiten in Höhe von 240 100 Euro Honorar beauftragt.
Nicht ganz so teuer gestaltet sich das Honorar in Höhe von knapp 26 000 Euro des Architektenbüros Hessdörfer und Seifert für die Planung der Dorfsanierung in Waizenbach. Es betrifft hauptsächlich den Anbau und die Teilsanierung des dortigen Gemeinschaftshauses.
Grünes Licht gab es auch für einen Ölabscheider am gemeindlichen Bauhof in Wartmannsroth. Jetzt sollen Angebote von Firmen eingeholt werden. "Bei Fahrzeugwäschen vor allem an Streufahrzeugen im Winter ist ein Ölabscheider Vorschrift", erinnerte Karle. Auf maximal 10 000 Euro soll ein Haushaltsbudget für die Sanierung der gemeindlichen Wasserschieber berücksichtigt werden, so der Ratsbeschluss. "Was ist der Unterschied zwischen außerplanmäßigen und überplanmäßigen Ausgaben?", wollte Astrid Mützel wissen. "Im einen Fall ist es die Überschreitung einer eingetragenen Haushaltsposition und im anderen Fall gibt es so eine Position noch nicht im Haushalt", erklärte Karle. Die praktische Auswirkung für die Gemeindekasse sei dieselbe. So zum Beispiel jetzt für die Sanierung der Friedhofsmauer in Wartmannsroth, die um 3300 Euro teurer wurde. Um 7350 Euro stieg die Sanierung der Tannenbergstraße in Windheim, die ursprünglich mit 21 000 Euro angesetzt war.