Nach der Restaurierung ist vor der Restaurierung: Wie Reiner Baden informierte, sind in diesem Jahr mehr als 8000 Euro für den Erhalt des Kapellenkreuzwegs aufgewandt worden. Der Schwerpunkt lag auf der zwölften Station, der Kreuzigungsgruppe. Dort kündigt sich die nächste größere Aktion bereits an.

Zusammen mit dem Landesamt für Denkmalpflege will Restaurator Clemens Muth überlegen, ob eine Oberflächenbehandlung die Figuren der zwölften Station schützen könnte. Denn an den Gekreuzigten hatte Muth in diesem Sommer im Bereich der Unterschenkel und Füße teilweise starke Risse und Beschädigungen entdeckt. Als Ursache sieht der Fachmann, dass sich an diesen exponierten Teilen der Figuren Wasser ansammelt. Der Feuchtigkeitsstau zerstört in Verbindung mit Frost die Substanz.

Bei den Restaurierungsarbeiten vor einigen Wochen wurden diese Schäden behandelt. Zusammen mit dem Landesamt soll nun weiterverfolgt werden, ob zum Beispiel ein Schlämmauftrag oder Silikonharzfarbe die Figuren in den kritischen Bereichen vor weiterem Zerfall schützen könnte, wie es in der Dokumentation zur Restaurierung heißt. Das, so die Idee, könnte den Wassereintrag verringern. Für Baden bedeutet es, dass er auf zusätzliche Spendengelder angewiesen sein wird.