Mit der Geschäftsordnung legt der Oberthulbaer Marktgemeinderat nun seine Arbeit für die kommenden Jahre fest. Es sind "die Spielregeln des Gremiums", die man bei der Arbeit im Gemeinderat zu beachten hat, so Bürgermeister Gotthard Schlereth. Darunter sind im Aufgabenbereich die Aufstellung des Haushaltsplanes bis hin zur Festlegung von Gebühren und Beiträgen, Personalentscheidungen und auch die Verschwiegenheitspflicht. Den Vorsitz im Gremium hat der 1. Bürgermeister.

"Meinungsvielfalt größer"

Wie bisher wurde auch festgelegt, dass es keine vorberatenden Ausschüsse geben wird. Auch keine Fraktionen werden im Ratsgremium tätig sein. "Die Meinungsvielfalt ist größer, wenn keine Fraktionen tätig sind. Sie können jedoch jederzeit gebildet werden", so der Bürgermeister. Festgelegt wurde jedoch ein Rechnungsprüfungsausschuss. Er ist zuständig für die örtliche Rechnungsprüfung. Ihm gehören nun an: Manfred Wehner, Alexander Muth, Elmar Sell, Paul Bieber, Holger Fröhlich, Frank Reuter und Frank Sieg.
Zum Vorsitzenden dieses Ausschusses wählte der Marktgemeinderat Manfred Wehner. Festgelegt wurde, dass der Bürgermeister auch in eigener Zuständigkeit unter anderem über finanzielle Haushaltsmittel verfügen kann, wie etwa beim Kauf von Heizöl etc. Hier wurde die Verfügungssumme von 12 500 Euro bisher auf 20 000 Euro angehoben. Ferner kann er entscheiden über überplanmäßige Ausgaben bis 7000 Euro und über außerplanmäßige Ausgaben bis 4000 Euro. Bei der Gewährung von Zuschüssen oder unentgeltlicher Überlassung von Räumen an Vereine oder Verbände bis zu einem Betrag von 2000 Euro im Einzelfall.
Der 1. Bürgermeister wird im Verhinderungsfall vom 2. Bürgermeister bzw. auch vom 3. Bürgermeister vertreten werden. Bei gleichzeitiger Verhinderung des 1./ 2. und 3. Bürgermeisters wurde Klaus Kunder (ältester Marktgemeinderat) als weiterer Stellvertreter benannt.
Festgelegt wurden in der Sitzung auch die jeweiligen Besoldungen der weiteren Bürgermeister, die als Ehrenbeamte tätig werden. Nach Beschluss des Ratsgremium erhält der 2. Bürgermeister Jürgen Kolb eine monatliche Vergütung von 541,25 Euro. Der 3. Bürgermeister Mario Götz erhält monatlich 170 Euro. Hinzu kommen bei beiden noch die Vergütungen für die Sitzungen und für die Ortsbeauftragtentätigkeit. Mit diesen Vergütungen ist gleichzeitig die Urlaubsvertretung des Bürgermeisters abgegolten. Sollten darüber hinaus Vertretungen wegen Krankheit etc. erforderlich werden, wird es eine Vergütung von einem Dreißigstel des Grundgehaltes des Bürgermeisters geben. Die Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.
Die ehrenamtlichen Mitglieder des Marktgemeinderates erhalten einen monatlichen Pauschbetrag von 30 Euro, wenn diese am Ratsinformationssystem teilnehmen. Ansonsten beträgt die Pauschale 20 Euro. Zusätzlich wird ein Sitzungsgeld von je 20 Euro gewährt. Sollte ein Verdienstausfall nachgewiesen werden, wird eine Entschädigung von 15 Euro je Stunde gezahlt.
Auf der Tagesordnung stand die Bestellung von Jugend- bzw. Seniorenbeauftragten. Sie konnten allerdings noch nicht benannt werden. Doch auch für sie wurde bereits eine Entschädigung festgelegt. Hier wurden jeweils 30 Euro monatlich beschlossen. Die Satzung, die diese Vergütungen regelt, wurde mit 19:1 Stimme angenommen.
Ortsbeauftragte
Oberthulba: Margot Schottdorf; Thulba: Jürgen Kolb;
Wittershausen: Elmar Sell; Schlimpfhof: Christoph Kleinhenz;
Frankenbrunn: Torsten Büchner;
Hassenbach: Mario Götz;
Hetzlos: Klaus Kunder;
Reith: Frank Sieg.

Vergütung
Die Ortsbeauftragten erhalten pauschale Entschädigungen, hier lagen bei der Festlegung die Einwohnerzahlen und die jeweils vorhandenen Vereine zu Grunde: Oberthulba 190 Euro; Thulba 170 Euro;
Wittershausen, Frankenbrunn und Hassenbach jeweils monatlich 150 Euro
Hetzlos, Schlimpfhof sowie Reith jeweils 130 Euro.

Anträge und Ladung
Festgelegt wurde sowohl eine schriftliche wie auch elektronische Ladung. Die Ladungsfrist beträgt drei Tage.
Schriftliche bzw. elektronische Anträge sollen spätestens fünf Arbeitstage vor der Sitzung beim Bürgermeister eingereicht werden.