Auch Jürgen Karle war begeistert. "Unser Spielplatz ist wunderschön geworden", bestätigte der Bürgermeister bei der offiziellen Einweihung. Ursprünglich hätten die Eltern die Initiative in Sachen Gestaltung und Geräteauswahl vor etwa zwei Jahren ergriffen - ähnlich wie schon in Dittlofsroda und Waizenbach.
"Die Gemeinde Wartmannsroth ist ständig mit den Windheimer Eltern in Kontakt geblieben", wies Karle auf deren Sprecherin Susanne Siebenlist hin. "Sie war stets meine Ansprechpartnerin in dieser Angelegenheit", sprach der Gemeindechef von einem "Superprojekt".
Laut Karle hat die Gemeinde rund 20 000 Euro für neue Geräte und die Sanierung verbliebener Spielgeräte aufgebracht. Die im Haushalt vorgesehene Summe sei nahezu aufgebraucht. "Zum Teil sind die Altgeräte 35 bis 40 Jahre alt gewesen", machte Karle deutlich.
Er dankte den Helfern, die an rund zehn Wochenenden mit bis zu 20 Leuten fleißig bei der Spielplatzgestaltung Hand anlegten. Rund 400 Stunden Eigenleistung seien erbracht worden. "Auch der gemeindliche Bauhof war für den Spielplatz im Einsatz", bestätigte Karle.

Sicherheit gewährleistet

Der Spielplatz ist für Kinder ab zwei Jahren gedacht, und auch noch 14-Jährige können hier ihren Spaß haben. "Ich finde unseren Spielplatz ganz toll", ist die neunjährige Lea begeistert. "Es ist ein schöner Spielplatz, ich liebe ihn", freut sich auch Laurin (7). Klettern, schaukeln und rutschen können die Kids jetzt nach Herzenslust. "Und die Eltern können beruhigt in punkto Sicherheit sein. Die Spielgeräte entsprechen den aktuellen Bestimmungen für die Kommunen", so Karle.
Pfarrer Zwickel segnete den Spielplatz und sprach ihm die "Kräftigung der körperlichen Gesundheit, die Pflege der Gemeinschaft und natürlich eine Menge Freude" zu. Er freute sich auch über die kurze Distanz zwischen Spielplatz und Kirche: "Gott wird dies gefallen." Den Kindern sollte das Spielen gegönnt sein, bevor sie vom Leistungsdenken der Gesellschaft gefordert werden. "Die Kinder fühlen sich in der Naturnähe wohl", weiß Susanne Siebenlist. Zusammen mit den beteiligten Müttern, darunter vor allem Iris Betz, sei sie bei der Planung auf so ziemlich alle Wünsche eingegangen. Diese reichten von der Naturnähe am Hang bis hin zur Bitte der Eltern, ihre Kinder vom Feuerwehrhaus aus im Auge behalten zu können.
"Ein Fußballtor fehlt uns noch", machte Siebenlist aufmerksam. Die künftigen Gewinne aus Veranstaltungen des Kindergartenvereins hätten also eine sinnvolle Verwendung.