Das Förderprogramm "Innenentwicklung" läuft zum Ende des Jahres aus. Nachdem aus dem Gemeinderat keine Änderungsvorschläge vorlagen, sollte das Gremium in seiner jüngsten Sitzung über die Verlängerung des Programms entscheiden.

Bürgermeister René Gerner (ZAG) wies darauf hin, dass die Kriterien für den Geltungsbereich eine Mindestdauer von zwölf Monaten Leerstand eines Gebäudes sind. Das Anwesen muss zudem 50 Jahre alt sein. "Die Frage ist, brauchen wir das Programm noch?", fügte Gerner an. Bernd Stöth (CSU) empfahl die Förderung auszusetzen, wenn kein Bedarf gegeben ist und sie eventuell später wieder aufzunehmen.

Eva-Maria Conrad (ZAG) führte ins Feld, dass "wir auch ein ansprechendes äußeres Bild wünschen". Es sei also nicht damit getan, das Gebäude nur innen zu sanieren. Arnulf Pfülb (UWG) mahnte zur Vorsicht entsprechende Anwesen, die als Anlageprojekt gedacht sind, zu fördern. Zudem nehme die Sanierung in Frage kommender Anwesen einen Bauplatz weg - es sei denn ein Objekt werde so hergestellt, dass es ins Ortsbild passe -, was ins Geld geht. Gerner favorisierte den Tagesordnungspunkt noch einmal zu überdenken und in einer der nächsten Sitzungen zu beschließen, was der Gemeinderat mittrug.

Architektenauftrag für Neugestaltung des Friedhofs

Fuchsstadt will nach seinem Erfolg beim Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" im Herbst 2019 auch am 27. Wettbewerb im nächsten Jahr teilnehmen. Die Begehung durch die Jury findet am 15. Mai 2022 statt, die auch eine Checkliste vorlegt. In diesem Zusammenhang brennt Gerner die Umplanung des Friedhofs unter den Nägeln, wofür ein Architektenauftrag wohl unumgänglich ist.

Punkten könnte die Gemeinde bei der Jury-Begehung jedoch mit der laufenden Verschönerung im Umfeld des Eulen-Treffs. Die bisher rohen Backsteinwände des südlichen Gebäudes sind verputzt und gestrichen. Noch heuer will Kreisfachberater Dieter Büttner hier mit Anpflanzungen beginnen.

Einweihung "Insektengärtle"

Zum Wohlwollen der Juroren trägt sicherlich auch das vom Regionalbudget der Allianz "Frankens Saaletal" mitgetragene "Insektengärtle" an der Einfahrt Friedhofstraße/ Kissinger Straße bei, das am Freitag, 10. Dezember, um 15 Uhr offiziell der Öffentlichkeit übergeben wird.

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab der Bürgermeister die nachfolgenden Beschlüsse bekannt: Von der Solarstromgesellschaft Fuchsstadt wurde die Photovoltaik-Anlage auf dem Kindergarten von der Gemeinde übernommen. Der Auftrag für die Asphaltierungsarbeiten im Gewerbegebiet "Gründlein" wurde vergeben.

Das Ratsgremium bestätigte den Vorsitzenden des Arbeitskreis "Fuscht unser Zuhause", Rainer Heid, und die Kassenprüferinnen Gudrun Böhm und Brigitte Burtchen.

Keine Einwände lagen gegen die vorliegenden Bauanträge vor. Dies betraf den Neubau einer Doppelgarage am "Kohlenberg" und den Abbruch einer Scheune zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Garage "Am Wiesenweg". Für den Anbau eines Wintergartens, eines Balkons und eines Carports an ein Gebäude nebst energetischer Sanierung in der Weinbergstraße, sprach der Rat die notwendigen Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans aus.