"Kleiner Pilgerweg": Fränkisches Iglu wird zum Besuchermagnet – Söder eingeladen

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Im Erlanger Stadtteil Kriegenbrunn sorgt ein besonderes Bauwerk für Aufsehen. Auch prominente Gäste haben sich angekündigt, um das eisige Projekt aus nächster Nähe zu betrachten.

Während andere bei den aktuellen Temperaturen lieber im Warmen bleiben, freut sich ein Franke über die klirrende Kälte ganz besonders – und hat die frostigen Temperaturen für ein ungewöhnliches Projekt genutzt: Lukas Wolf hat mit seinen Freunden im Erlanger Stadtteil Kriegenbrunn ein Iglu aus Eisplatten gebaut. Drei Tage lang habe der Bau gedauert – schließlich mussten zahlreiche Eisblöcke mit einer Motorsäge aus dem Weiher gesägt werden. Am Ende seien es schätzungsweise rund 600 Eisblöcke gewesen, laut Wolf.

Das Konstrukt hat sich zum Besuchermagneten entwickelt – für Mittwochnachmittag, den 7. Januar 2026, hat sogar Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik angekündigt, dem Bauwerk aus Eis einen Besuch abzustatten. Doch damit nicht genug: Wolf und seine Freunde haben sogar Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder eingeladen. Der Aufruf sei "nachträglich zum Geburtstag" gestartet worden, so Wolf. Um die Einladung Söder noch schmackhafter zu machen, verspricht Wolf: "Ich werde auch eine Portion feines Wildgulasch für ihn zubereiten!"

Übernachtung bei minus 12 Grad: Franke baut Iglu und schläft darin

Das fertige Iglu wurde von Wolf auch schon "eingeweiht": Bei minus zwölf Grad übernachtete der Franke in dem eisigen Konstrukt. "Großspurig" hatte er während des Baus die Übernachtung angekündigt, "natürlich war es ausgerechnet in dieser Nacht am kältesten". Das Fazit nach seiner abenteuerlichen Aktion fällt dennoch positiv aus: "Ich habe seit Langem nicht mehr so warm und ruhig geschlafen wie in dieser Nacht." Via Instagram teilte er Impressionen von der Übernachtung: Beim Zähneputzen hätte er "den kompletten Sternenhimmel" über sich gesehen – – "klar, ruhig und unfassbar schön. Ein Moment, der hängen bleibt." 

Die Idee, ein Iglu zu bauen, war allerdings kein Spontaneinfall: "Seit zwei Jahren warte ich auf die perfekten Wetterbedingungen und bin in dieser Zeit vermutlich jedem meiner Freunde damit auf die Nerven gegangen. Dann war es endlich so weit: Die lang ersehnte Kältefront war da", heißt es von Wolf unter dem neuesten Instagram-Post zu dem inzwischen abgeschlossenen Vorhaben.

Die Resonanz ließ nicht lange auf sich warten: "Die Nachricht von dem Iglu ging die Tage wie ein Lauffeuer durchs Ort", äußerte sich Wolf gegenüber inFranken.de. Inzwischen kämen "bereits auch Besucher aus Nürnberg und anderen Stadtteilen von Erlangen". Der Feldweg zum Stephansweiher sei "zeitweise wie ein kleiner Pilgerweg" gewesen. 

Eisplatten-Iglu bei Erlangen wird zum Besuchermagnet

Um den Iglu-Besuchern noch mehr Interaktionsmöglichkeiten zu bieten, hat sich Lukas Wolf aber noch mehr einfallen lassen: "Wir haben auch einen Teil der Eisfläche vom Schnee befreit, um das Schlittschuhlaufen zu ermöglichen. Ebenfalls habe ich eine kleine Schlittenbahn präpariert (...)", heißt es von ihm. Wer das Iglu aus Eisplatten selbst sehen will, sollte sich beeilen, bevor die Kältewelle weiterzieht.

Vorschaubild: © privat/Lukas Wolf