In der Vergangenheit ist es Promis aufgrund früherer Vergehen verwehrt worden, nach Australien einzureisen und am Dschungelcamp teilzunehmen. Wie steht es um Gil Ofarim?
Womöglich ist Gil Ofarim der polarisierendste Teilnehmer der neuen Staffel von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" (RTL). Bekannt als Musiker und Schauspieler, stand er in den vergangenen Jahren nicht nur wegen seiner künstlerischen Karriere im Rampenlicht.
2021 erhob er schwere Vorwürfe gegen ein Leipziger Hotel und behauptete, aufgrund seiner jüdischen Herkunft diskriminiert worden zu sein. Es kam zum Gerichtsprozess. Der Skandal führt nicht nur zu Boykott-Aufrufen, sondern auch zur Frage, ob dem 43-Jährigen das gleiche Schicksal wie Martin Semmelrogge (2023) und Bert Wollersheim (2016) widerfahren wird: die Verweigerung der Einreise nach Australien.
Australien lehnt Angeklagte und Verurteilte ab - muss sich Gil Ofarim sorgen?
Wer nach Australien reisen möchte, muss sich mit den Voraussetzungen und verschiedenen Visa beschäftigen. "Wir können Ihnen die Einreise nach Australien verweigern, wenn Sie in Australien oder im Ausland strafrechtlich verurteilt oder angeklagt wurden. Wir können Ihr Visum jederzeit widerrufen, wenn Sie die charakterlichen Anforderungen nicht mehr erfüllen", informiert das australische Innenministerium auf seiner Webseite.
Dem Schauspieler Martin Semmelrogge wurde 2023 kein Visum ausgestellt - seine Dschunglecamp-Teilnahme platzte. Verkehrsdelikte und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sammelte er schon früh im Laufe seines Lebens und saß in verschiedenen Haftanstalten ein, wie der NDR zusammenfasst.
Auch Rotlichtkönig Bert Wollersheim hatte Probleme. Im Jahr 2016 wurde ihm die Einreise nach Australien verweigert, weil er zu viel Bargeld mitführte. Bei der Kontrolle am Flughafen prüften die Beamten seine Vorstrafen und stießen dabei auf einen alten Haftbefehl, so t-online.de. Das führte dazu, dass auch er nicht am Dschungelcamp teilnehmen durfte.
"Belästigen, schikanieren, einschüchtern": Australien will kriminelle Handlungen reduzieren
Gil Ofarim gestand im Gerichtsverfahren wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung und zahlte ein Bußgeld. Es erfolgte laut Medienberichten kein Eintrag ins Strafregister, womit Ofarim auch nicht vorbestraft sei und nichts zu befürchten habe. Die Einreiseerlaubnis erfolgt je nach Einzelfall. Die Liste des australischen Innenministeriums zu den Kriterien ist lang. Unter anderem heißt es zum Einreiseverbot auch:
"Ihr bisheriges und gegenwärtiges kriminelles oder allgemeines Verhalten zeigt, dass Sie keinen guten Charakter haben. Der Minister (oder sein Beauftragter) hat den begründeten Verdacht, dass während Ihres Aufenthalts in Australien die Gefahr besteht, dass Sie sich an kriminellen Handlungen beteiligen, eine andere Person belästigen, schikanieren, einschüchtern oder stalken." RTL stellt letztlich klar: "RTL plant fest mit ihm im Dschungel und rechnet nicht mit Problemen bei der Einreise."
Kritik an Gil Ofarim im Dschungelcamp - ehemalige Gewinnerin fordert Spenden
Seit der Verkündung der Dschungelcamp-Kandidaten regt sich Widerstand in den sozialen Netzwerken. Kritiker werfen dem Sender vor, Ofarim eine Bühne zu bieten. "Ok, die erste Staffel, die ich nicht gucken werde. Gil ist für mich einfach nicht tragbar mit dem, was er getan hat", lautet ein Kommentar unter der Instagram-Ankündigung von @ichbineinstar.rtl.
"Ofarim? Euer Ernst?", schreibt eine Frau entsetzt und ein Mann kündigt ebenfalls den Boykott an: "Dieses Jahr ohne mich, wegen Gil." Eine Frau hofft "auf vernünftige Einordnung vom Sender". Andere Fans des Formats freuen sich auf die neue Staffel - unabhängig von der Teilnahme Ofarims.
Ob der Boykott tatsächlich Auswirkungen auf die Einschaltquoten haben wird, bleibt abzuwarten. Gegenüber Bild äußerte Ex-Dschungelcamp-Königin Sarah Knappik den Vorschlag, Ofarim solle einen großen Teil seiner Gage an diejenigen spenden, die er geschädigt hat.
"Es hat sich vieles verändert" - Ofarim will sich von neuer Seite zeigen
"Ich kann nicht in die Vergangenheit gehen und Dinge ungeschehen machen", sagt Ofarim in einem Interview mit RTL. "Was ich nur machen kann, ist aufstehen und von vorne anfangen." Mit seiner Rückkehr in die Öffentlichkeit möchte der Musiker noch einmal neu anfangen und sich authentisch zeigen. Im Dschungel möchte er beweisen, dass mehr hinter ihm steckt als nur der große Skandal.
Ebenso macht er im Interview darauf aufmerksam, dass er sich gewandelt habe. "In den Jahren, in denen ich von der Bildfläche weg war, hat sich vieles verändert in meinem Leben", behauptet er. "Ich habe mich weiterentwickelt. Alles andere werden die Zuschauer selbst entscheiden."
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Dieser charakterlosen Type sollte keine Bühne gegeben werden und falls er Geld braucht, soll er gefälligst mal arbeiten.
Er hatte keinerlei Skrupel durch seine dreckigen Lügen den Ruf eines anderen Menschen dermaßen zu schädigen, dass dieser sogar Morddrohungen erhielt und es war ihm dabei scheißegal, ob er die Existenz dieses Hotelangestellten vernichtet
Bamberger147
Die ganze Sendung ist für mich eine Zumutung. Bevor ich meine Zeit mit dem Besichtigen der C-Promis hier vertue, geh ich lieber ins Bett.
KleinHolz
Wenn der Aufschrei nicht noch größer wird, wird RTL gar nichts machen. Sowas wollen sie doch, zum Glück geht mir der Sender am **** vorbei.
Bamberger1961
Der falsche Vorwurf des Promis hat dem Hotelmitarbeiter sehr geschadet, weil er öffentlich als Täter hingestellt wurde, obwohl er unschuldig war. Der Fall hat außerdem gezeigt, dass auch die Presse an Glaubwürdigkeit verliert, wenn sie zu schnell urteilt.
Dieser charakterlosen Type sollte keine Bühne gegeben werden und falls er Geld braucht, soll er gefälligst mal arbeiten.
Er hatte keinerlei Skrupel durch seine dreckigen Lügen den Ruf eines anderen Menschen dermaßen zu schädigen, dass dieser sogar Morddrohungen erhielt und es war ihm dabei scheißegal, ob er die Existenz dieses Hotelangestellten vernichtet
Die ganze Sendung ist für mich eine Zumutung.
Bevor ich meine Zeit mit dem Besichtigen der C-Promis hier vertue, geh ich lieber ins Bett.
Wenn der Aufschrei nicht noch größer wird, wird RTL gar nichts machen.
Sowas wollen sie doch, zum Glück geht mir der Sender am **** vorbei.
Der falsche Vorwurf des Promis hat dem Hotelmitarbeiter sehr geschadet, weil er öffentlich als Täter hingestellt wurde, obwohl er unschuldig war. Der Fall hat außerdem gezeigt, dass auch die Presse an Glaubwürdigkeit verliert, wenn sie zu schnell urteilt.