So mancher McDonald's-Stammgast wird sich beim Blick auf die Speisekarte schon gewundert haben. Denn wegen der Mehrwertsteuer wurden mehrere Menüs im Preis gesenkt.
Wer seit Neujahr bei McDonald's vorbeigeschaut hat, dürfte sich unter Umständen gefreut haben. Denn die beliebte Fast-Food-Kette hat so einige Menüs deutlich billiger gemacht. "Ab dem 1. Januar 2026 wird das Unternehmen die unverbindlichen Preisempfehlungen für fünf bei den Gästen sehr beliebten Menüs - Happy Meal, drei McSmart Menüs, Big Mac McMenü - spürbar (teils um mehr als 15 Prozent) senken", heißt es dazu in einer Pressemitteilung des Unternehmens.
Die Preissenkungen würden "verkaufskanalübergreifend" greifen, also bei Speisen im Restaurant und zum Mitnehmen. Es handelt sich nach Angaben des Unternehmens immer um unverbindliche Preisempfehlungen. So kann eine Filiale in Bamberg teurer sein als im Münchner Zentrum, obwohl das Produktangebot identisch ist.
McDonald's senkt Preise: Übersicht zu den Menüs, die jetzt günstiger sind
McSmart-Menü mit Double-Cheeseburger oder Double-Chickenburger für 4,99 Euro
McSmart-Menü mit Double-Cheeseburger und Double-Chickenburger für 5,99 Euro
McSmart-Menü mit McChicken oder BigMac für 7,99 Euro
Happy Meal für 4,49 Euro
Big-Mac-Menü für 9,99 Euro
Hintergrund ist die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie auf 7 Prozent, die deutschlandweit seit 1. Januar gilt. Auch McDonald's begrüßt die Entlastung: "Die Gastronomiebranche steht nach den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie immer noch vor vielfältigen Herausforderungen sowie unter großem Kostendruck.", heißt es von McDonald's. Ebenso haben in Franken einige Gastronomen ihre Preise wegen der Mehrwertsteuersenkung zurückgeschraubt - unter anderem ein beliebter Betrieb in Fürth. Die Burger-Riese weist speziell auf die Probleme kleinerer und mittlerer Gastronomen hin, denn rund 200 Filialen werden von mittelständischen Franchise-Nehmern betrieben.
Auch diese seien durch "kontinuierlich steigende Kosten für Rohwaren, Erhöhungen im Bereich der Energie- und Personalkosten sowie Sozialabgaben" von massiven Teuerungen betroffen. Oft könnten diese nicht an die Kunden weitergegeben werden, was die Betreiber zusätzlich belastet. Gerade im Vorfeld der Regierungsbildung war Kritik laut geworden, dass vor allem große Systemgastronomen von den Steuersenkungen profitieren würden. "Die Verbindungen zwischen der Union und der Gastro-Lobby sind offensichtlich: Parteispenden, Wahlkampfhilfe und Sponsoring von McDonald's. Kaum ist die Wahl vorbei, plant die CDU eine milliardenschwere Steuererleichterung für die Branche – das erinnert an die Mövenpick-Affäre der FDP", so Foodwatch-Geschäftsführer Chris Methmann im März vergangenen Jahres.