Am Sonntagabend ehrte der FC Obereschenbach seine langjährigen Mitglieder. Peter Schmitt, Spielgruppenleiter und Vertreter des Bayerischen Fußballverbandes überbrachte herzliche Glückwünsche zum 90-jährigen Bestehen und dankte allen aktiven und passiven Mitgliedern des Vereins für die langjährige Vereinstreue.
"Neunzig Jahre lebt unser Dorfverein und hat alle Höhen und Tiefen gut überstanden", resümierte der Vorsitzende, Gerald Meder. Mit einigen Auszügen und Anekdoten aus der Vereinschronik wies er daraufhin, dass sich beim FC schon immer alles um den Ball drehte. Vor 90 Jahren gab der FC Obereschenbach in der Hammelburger Zeitung eine Anzeige auf: " Am Sonntag, den 31. August 1924, findet in Obereschenbach ein großes Pokalspiel mit Ball statt." Gemeint war in der Anzeige, dass nach dem Fußball noch eine Tanzveranstaltung stattfinden sollte, denn in zwanziger Jahren war neben dem Fußball die Geselligkeit das Wichtigste im Verein. Den Fußball spielte man damals mit Arbeitsschuhen, die mit einer Lederkappe verstärkt waren.
Der Ausbruch des 2. Weltkrieges brachte den Verein vorübergehend zum Erliegen. Nach dem Krieg wurde im Tausch mit einer Flasche Schnaps ein Ball erworben. Weil kein Geld vorhanden war, nahm man als Trikots blau-karierte Wehrmachtshemden.

Helfer mit großem Eifer

In großer Eigenleistung und mit Förderung durch den Bayerischen Fußballverband haben die Mitglieder 1982 ein Sportgelände mit Sportheim gebaut. Initiator war der verstorbene Eugen Reith. Der Eifer der Helfer bei Sportheimbau war so groß, dass man zunächst sogar die Eingangstür des Sportheims versehentlich zumauerte, berichtete Gerald Meder.
Langjährige Vereinstreue sei keine Selbstverständlichkeit. Für 20-, und 25-jährige Mitgliedschaft ehrte der FC Obereschenbach zahlreiche Mitglieder. Es wurden Anerkennungsurkunden vom Bayerischen Landessportverband überreicht.
Anstecknadeln erhielten die Mitglieder für 30 und 40jährige Vereinszugehörigkeit. Besonderer Dank und Anerkennung gebühre den Fußballern des FC Obereschenbach, die den Verein nach dem Krieg wieder aufgebaut haben. Sie bezeichnete der Vorsitzende als die wahren Pioniere, die teilweise weit über 50 Jahre dem Verein treu geblieben sind. Sie waren nicht nur Fußballer, sondern auch fleißige Helfer und Stützen des Vereins. "Zuverlässigkeit wird im Verein immer groß geschrieben", sagte der Vorsitzende. red


Ehrungen:
65 Jahre Rudolf Geißner und Ludwig Seufert

60 Jahre Egid Hauk, Adolf Hofmann, Winfried Müller und Gregor Reuter

50 Jahre Herbert Emmerling, Walter Englert, Edwin Reuter, Gerhard Hauk, Gustl Hofmann, Bruno Oswald und Bernhard Reuter