Der Fußball in Thulba gehörte immer zum Leben von Gottfried Kolb. So musste er 1979 nach einem Unfall des damaligen Vorsitzenden als sein Stellvertreter die Amtsgeschäfte während des Baus der Thulbatalhalle leiten. Selbst hat er beim Bau der Halle mehr als 800 Stunden abgeleistet und insgesamt 25 Jahre Funktionärszeit beim FC Thulba erreicht.

Gottfried Kolb war drei Jahre Kassier, sechs Jahre Beisitzer, 14 Jahre 2. Vorsitzender und von 1980 bis 1982 1. Vorsitzender des Vereins. Er war Schülertrainer, B-Jugendtrainer, Mannschaftsbetreuer, Abteilungsleiter der I. und II. Mannschaft, Pressebeauftragter und Maschinenwart, wobei er Rasenmäher und Flutlichtaggregat betreute.

Zahlreiche Auszeichnungen

Für seine großen Verdienste erhielt er alle möglichen Ehrungen des BFV und des BLSV. Im März 1999 wurde er zum Ehrenmitglied des FC Thulba ernannt. Vom Landkreis Bad Kissingen wurde er im April 1995 mit dem "Sportehrenbrief" des Landkreises ausgezeichnet, und vom Markt Oberthulba erhielt er im Oktober 2004 für sein hohes Engagement im Sport die Ehrennadel des Marktes überreicht.

Bis vor zwei Jahren kümmerte er sich jeden Donnerstagabend darum, dass die Herren-Fußballer nach dem Training etwas zu Essen bekamen. Aktuell ist er noch Platzordner und betreut die Schiedsrichter. Zudem stellt er die Fahnenabordnungen zusammen. Vor allem macht er täglich - auch in Zeiten von Corona - seine Runde ins Sportzentrum (Sortplatz, -heim und -halle). Laub vor dem Sportheim oder in der Dachrinne, Mülltonnen rausstellen, alles wird sofort oder bei Bedarf erledigt. Alles in allem sei er für den Verein Gold wert, versicherte Vorsitzender Dietmar Werner.

Kolb blickte schmunzelnd zurück auf die teilweise kantigen Derbys mit der Nachbargemeinde Frankenbrunn. Heute sei alles im Lot und man habe in der II. Mannschaft eine Spielgemeinschaft mit Frankenbrunn. Noch heute hätte er ein gutes Verhältnis mit den damaligen Trainern Ludwig Straub und Jürgen Sykora. Auch mit den jungen Leuten sei der Kontakt gut, sie würden ihn schon von weiten grüßen. Freudig erinnerte er sich an das Highlight Landesliga Nord Saison 89/90. Zum Heimspiel gegen Coburg seien rund 2000 Zuschauer gekommen. "Vom Spiel habe ich damals leider nicht allzuviel mitbekommen. Es galt zu organisieren und die Gäste zu versorgen", sagte Kolb.

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