Daniel Schaub war mit großer Begeisterung bei der Sache. Der zwölfjährige Trompeter aus Oberleichtersbach widmete sich während der Unterfränkischen Bläserwoche viele Stunden seinem Hobby.
Neben dem Musizieren blieb aber auch noch ein wenig Zeit in den Mittagspausen für Fußball oder eine Schnitzeljagd. "Ich habe viel dazugelernt und bin fit für das Konzert", sagte Daniel kurz vor seinem Einsatz. In der Musikakademie findet er es "cool" und lobt ausdrücklich das gute Essen und die tollen Betten.
Aus Oberleichtersbach kommt auch der Tubaspieler Paul Grünthal, ebenfalls zwölf Jahre alt. "Ich spiele alle Stilrichtungen gerne, egal ob Polka oder Rockmusik", greift Paul ab und zu auch gerne zur E-Bassgitarre. Die Tuba spielt er schon seit sechs Jahren.
Von "einer schönen Zeit in der Bläserwoche" sprach die 13-jährige Flötistin Fabienne Fischer aus Mitgenfeld. "Durch die gute Übung mit meiner Querflöte bin ich viel spielsicherer geworden, was mich weiter motiviert hat", erklärte Fabienne Fischer. Nein, großes Lampenfieber habe sie nicht vor dem Konzert, "aber ein wenig gesunde Anspannung".
Sowohl im großen Blasorchester als auch bei ihren Einsätzen in den Registerensembles bewiesen die jungen Musiker am Samstag, dass sie mit Freude ihre Instrumente spielen und diese auch gut beherrschen.

Mindestens D1-Abzeichen

"Die zwölf- bis 18-jährigen Teilnehmer der Bläserwoche haben mindestens das D1-Leistungsabzeichen und zwei Jahre Orchestererfahrung in ihren Heimatkapellen", erläutert Bezirksdirigent Jürgen Weyer die Mindestvoraussetzungen, die der Nordbayerische Musikbund (NBMB) festgelegt hat.
"Die jungen Leute sind hoch motiviert und leistungsbereit", freute sich Orchesterdirigent Klaus Hammer über das große Engagement. "Solche Musiker sind ein großer Gewinn für ihre Heimatorchester", ist sich Jürgen Weyer sicher. Auch die Dozenten zeigten sich mit den musikalischen Leistungen in den Registern zufrieden.

Große Brandbreite im Konzert

Die Bandbreite der Musikstile im Abschlusskonzert reichte von Mozart und Schostakowitsch über Van Halen bis hin zu James-Bond-Filmtiteln, Latinmelodien und Rocktiteln von Bon Jovi. Die Spielfreude der Bläser im voll besetzten Großen Saal der Musikakademie kam gut an und spornte das Publikum zu kräftigem Applaus an. Unter den Zuhörern waren freilich auch viele Familienangehörige und Freunde anzutreffen.