Auch Thomas Bold liebt sein grünes Refugium. "Ich bin selbst, auch wenn die Zeit oft eng ist, gerne im Garten", verriet der Landrat. Bold betonte, dass die Gärten nicht nur Gemüse und Gartenfrüchte liefern, sondern auch mit herrlichen Blumen die Menschen erfreuen. Die Gärten prägten das Erscheinungsbild der Orte. "Deshalb hoffe ich, dass sie viele gute Ideen mit nach Hause nehmen können", so der Kreischef weiter.
Über den guten Besuch der Veranstaltung, die vom Bauernverband, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) sowie dem Verband für landwirtschaftliche Fachbildung organisiert wurde, freute sich 3. Bürgermeister Mario Götz. Grußworte entrichteten auch Stefan Fella vom AELF sowie Karlheinz Vogler vom Kreisbauernverband. Kreisbäuerin Rita Jörg freute sich, dass sie als Referenten für den Hausgartentag Fachleute aus dem eigenen Landkreis gewinnen konnte.

"Auch wichtig für Bienen"

Was die Rose für Menschen und Natur bedeutet, darüber informierte Stefan Henz, Techniker für Gartenbau und Landespflege. So erfuhren die Interessierten, dass es neben den gezüchteten auch in Deutschland viele Wildrosen gibt. "Viele waren bei uns nicht heimisch, haben sich aber mittlerweile etabliert", so Henz.
Hierzu zählen auch Brombeer- und Himbeersträucher. "Sie sind als Nektarspender ebenso wichtig für unsere Bienen und Insekten", führte der Hassenbacher Imker aus. Er ging zudem auf Symbolik und Heilwirkung der farbenfrohen und duftenden Pflanze ein.
Als "Rosenkönig" bekannt ist Werner Beck aus Schwärzelbach. Er beantwortete den Zuhörern viele Fragen, zum Kauf der Pflanzen, wie sie gedüngt und Krankheiten behandelt werden. "Wie jede andere Pflanze braucht die Rose Wasser, doch sie ist nicht so anspruchsvoll da sie ein Tiefwurzler" ist, erläuterte Beck.
Für Rosen gebe es mittlerweile auch Langzeitdünger, der nur einmal im Jahr zur Pflanze gegeben werden muss. Werner Beck selbst nutzt nach eigenen Worten aber immer öfter Naturdünger wie getrockneten Vogelmist oder Hornspäne.
Im Falle einer Überdüngung, auf die sich eine Frage bezog, empfahl er abzuwarten, wie die Pflanze reagiert. Bei Krankheiten sollten eventuell befallene Teile ausgeschnitten oder Triebe entfernt werden, bevor zu chemischen Mitteln gegriffen wird.

Poetische Töne

Die Floristikmeisterin Ursula Spall aus Schondra schlug poetische Töne an: "Was brauchst du mehr zum glücklich sein? Die Rose öffnet unsere Herzen und lässt Liebe strömen." Spall zeigte den Interessierten, welch herrliche Gestecke mit den Rosen und verschiedenen Naturmaterialen möglich sind.
Ein frisches Anschneiden mit einem scharfen Messer ist notwendig bei der Bearbeitung. "Ein altes Hausrezept ist, einen Kupferpfennig oder einen Tropfen Spülmittel ins Vasenwasser zu geben. Auch das hilft für eine längere Frische", riet Spall. Ihre herrlichen Gestecke begeisterten. "Blumen sind Inspiration für Körper, Geist und Seele", so die Meisterin.

Gestecke zu gewinnen

Kreisbäuerin Rita Jörg zeigte sich am Ende der etwa dreistündigen Veranstaltung sehr zufrieden. Viele Frauen und Männer blieben bis zum Schluss. Bei der abschließenden Tombola gab es schöne Gestecke und vieles mehr zu gewinnen.