Für die Bürgerversammlung der Ortsteile Thulba und Reith zog der Bürgermeister nach zwei Terminen in Oberthulba mit der Großleinwand um in die Thulbatalhalle und hatte auch hier ein Hygienekonzept mit getrenntem Ein- und Ausgang erstellt. Bürgermeister Mario Götz (CSU/FW) berichtete in seinem Vortrag von getätigten und laufenden Maßnahmen. Als herausragendes Projekt benannte er die neue Kindertagesstätte in Thulba, in die der Markt über drei Millionen Euro investierte. Die Förderung der Regierung von Unterfranken betrug 1,3 Millionen, die der Diözese rund eine Million Euro.

Laut Bürgermeister Götz profitiert die Gemeinde davon, dass sie Mitglied in zwei Allianzen ist: "Fränkisches Saaletal" und "Kissinger Bogen". Als Beispiele nannte er "Rhönkäppchens Radrunde", die Probierbäume, den Gemüsekorb und Grüngitter-Projekte. Auch die Digitalisierung der Archive sei ein wichtiges Thema. Über die Allianz "Fränkisches Saaletal" solle eine gemeinsame Archivkraft eingestellt werden. Ziel sei ein interkommunales Zentralarchiv der Mitgliedskommunen.

Die Jugendlichen wünschen sich eine Jugendvertretung, sei das Ergebnis des Projekts "Digitale Jugendarbeit" gewesen. Zum Thema "Wie soll eine Jugendvertretung organisiert sein?" ergehe nun eine Einladung an alle Zwölf- bis Zwanzigjährigen für den 5. Dezember zu einem zwanglosen Treffen.

In Thulba liege der Fokus auf dem Konzept Hallensanierung, Sanierung der Klostermauer, einer Bushaltestelle am Mühlbachring und Quellfassung alte Brunnenstube. In Reith stehe die Sanierung der Heizung im Feuerwehrhaus an und ein klarer Fokus liege beim Baugebiet. Außerdem solle der Holzsteg an der Reither Mühle für den "Thulbataler" saniert werden.

Nach dem Vortrag war Raum für die Fragerunde: Walter Manger bemängelte die lange Zeit (seit 2013) in der schon über die Sanierung der Thulbatalhalle geredet worden sei, bisher aber ohne Ergebnis. "Wir haben sowohl die Interessen der beiden Vereine - FC Thulba und Schützenverein - im Blick, als auch die Kosten", argumentierte Götz. Man hätte die verschiedensten Varianten durchgespielt. Die neueste Version sei sehr vielversprechend, aber der Kostenrahmen mit rund 3,5 Millionen Euro zu hoch, da müsse man nochmal ran. "Um ein bisschen Geduld muss ich noch Bitten, wir wollen uns nicht vorwerfen lassen: Daran hättet ihr doch Denken müssen", pflichtete der 2. Bürgermeister Jürgen Kolb bei.

Günter Müller befürchtete Lärmbelästigungen von der neu geplanten Mischanlage im Industriegebiet Reith. Das Areal werde um einige Meter aufgefüllt und die Speicher seien hoch, gut für eine Schallausbreitung. Die Mitarbeiter aus der Genehmigungs-Behörde Landratsamt würden nicht hier wohnen. Götz verwies darauf, dass der Bauantrag mit einem Emissionsschutzgutachten genehmigt worden sei und dass man mit dem Firmeninhaber intensive Diskussionen geführt habe.

Wolfgang Rügamer vermisste bei der neuen Kita einen angedeuteten Gehweg und es wurde moniert, dass für die Kindergärtnerinnen keine Parkplätze geschaffen worden seien. Götz verwies darauf, dass es sich im gesamten Bereich um eine verkehrsberuhigte Zone mit einer maximalen Geschwindigkeit von sechs Stundenkilometern handelt. Gotthard Schlereth bezeichnete die Diskussion hierzu als Luxusproblem, weil in diesem Bereich die Fußgänger Vorrang hätten.

Heribert Fröhlich ging auf ein uraltes Lese-Holzrecht der Thulbaer ein. Beim Beschaffen der nötigen Grundbuchauszüge habe er sich von der Gemeinde im Stich gelassen gefühlt und habe sich die nötigen Unterlagen selbst beschafft. Das Lese-Hozrecht stehe natürlich allen Bürgern Bayerns zu, nicht nur den Thulbaern, sagte Geschäftsführerin Nicole Wehner. Edwin Kolb brachte vor, dass nach dem Mähen die Gräber voll Gras liegen würden und viele Gräber durch Katzenkot verschmutzt seien.