Gefällt Ihnen die Aufgabe als Inspektionschef nicht mehr?
Alfons Hausmann: Ich bin sehr gerne Polizeichef in meiner Heimat. Aber das Ende meiner Dienstzeit ist für mich in drei Jahren absehbar. Die gesetzliche Altersgrenze für einen Polizeivollzugsbeamten ist grundsätzlich das 60. Lebensjahr. Ich will aber weiterhin produktiv sein. Daher kandidiere ich. Im Zuge meiner Ausbildung zum gehobenen Polizeidienst habe ich auch Verwaltungsrecht studiert. Die Abläufe in der öffentlichen Verwaltung mit der damit verbundenen Führungstätigkeit sind mir also nicht fremd. Ebenso der Umgang mit Sorgen und Nöten der Bürger.

Verstärken Sie mit der Kandidatur nicht die Fluktuation an der Spitze der Hammelburger Polizeiinspektion?
Die Führungsarbeit wird wieder gut fortgesetzt. Da mache ich mir keine Sorgen.

Welchen Sinn macht es, dass gleich zwei Bewerber aus Langendorf zur Wahl antreten und sich die Stimmen wegnehmen?
So ist Demokratie, damit muss man zurechtkommen. Wir können stolz sein, dass sich in der Gemeinde drei Kandidaten gefunden haben. In anderen Kommunen hat man nicht so viel heimische Auswahl.

Wie haben Sie den Wahlkampf bisher empfunden?
Es macht eigentlich großen Spaß. In den Diskussionen mit den Bürgern stellt man aber fest, dass sie mit vielen Einzelheiten nicht so vertraut sind. Deshalb war auch Aufklärung angesagt.

Wie ortskundig sind Sie denn?
Ich kenne mich in der gesamten Gemeinde gut aus - besonders in der Natur. So konnte ich erst kürzlich nach langem Suchen den dicksten Baum im Gemeindebereich entdecken. Ich hoffe es gelingt mir, ihn dauerhaft als Naturdenkmal zu sichern.

Was werden sie als Bürgermeister zuallererst anpacken?
Die größte Herausforderung wird der demographische Wandel sein. Es gilt, alles was damit zusammenhängt aktiv und nachhaltig anzugehen. Ein großes Projekt, das möglichst haushaltsschonend abgewickelt werden muss, ist natürlich die Schulsanierung. Ich stehe hinter der Sanierung. Einige Pflöcke sind bereits eingeschlagen. Wir müssen aber schauen, wie wir die Sanierung weiter angehen.

Bei drei Kandidaten ist eine Stichwahl rechnerisch wahrscheinlich. Gegen wen wollen Sie im zweiten Wahlgang konkurrieren?
Ich will es positiv ausdrücken: Ich würde mich freuen, wenn ich in die Stichwahl kommen würde. Ob und gegen wen das dann der Fall sein wird, entscheiden die Wählerinnen und Wähler.