In einem feierlichen Festakt wurde der neue Mannschaftstransportwagen der Freiwilligen Feuerwehr Großenbrach den Floriansjüngern übergeben. Mit einem Gottesdienst an der Grotte wurde dieses Ereignis gefeiert, zuvor hatten sich zahlreiche Wehren aus der Umgebung mit dem geschmückten neuen Auto zu einer Kirchenparade formiert.
Diakon Franz Hey lobte in seiner Predigt die Arbeit der Feuerwehren: "Es ist nicht selbstverständlich, dass sich heute Menschen ausbilden
lassen, um in Notsituationen helfen zu können." In Großenbrach habe die Freiwillige Feuerwehr einen hohen Stellenwert, an die Aktiven würden hohe Ansprüche gestellt: "Feuerwehrmann zu sein bedeutet, beispielsweise nachts bereit zu sein, um schlagkräftig dem Feuer und anderen Gefahren entgegentreten zu können", stellte Hey fest.


Weihe durch Pfarrer Kubatko

Die Fürbitten beim Gottesdienst las der Kommandant der Großenbracher Wehr, Jörg Rumberg. Er bat um den Schutz Gottes während der Einsätze, um unfallfreies Wirken und auch darum, immer genügend junge Menschen motivieren zu können, sich der Feuerwehr anzuschließen. Pfarrer Michael Kubatko nahm die Weihe des Mannschaftstransportwagens und des Anhängers vor.
"Wir sind jetzt wieder super ausgerüstet", freute sich Kommandant Jörg Rumberg beim anschließenden Fest. Dabei dankte er der Gemeinde Bad Bocklet für die finanziellen Mittel, die sie zum Kauf zur Verfügung gestellt hat. Das neue Auto sei so ausgestattet, dass man bei kleineren Verkehrsunfällen die Verkehrssicherung übernehmen könne. Auch die Anschaffung des neuen Transportanhängers freute ihn. "Mein Dank geht hier an die Firma L & S, die den Kauf des Anhängers erst möglich gemacht hat", sagte der Kommandant mit Blick auf den unmittelbaren Nachbarn. Stefan Gärtner, er ist der Brandschutzbeauftragte der Firma L & S, lobte die gute Zusammenarbeit, die zwischen der Firma und der Feuerwehr bestehe. Sehr zur Freude der Feuerwehr Großenbrach überreichte er im Namen des Unternehmens einen Scheck über 2000 Euro.
Bad Bocklets 2. Bürgermeister Andreas Sandwall freute sich, im Namen der Gemeinde das neue Fahrzeug (Ford Transit Custom) der Feuerwehr übergeben zu können. Der bisherige Mannschaftstransporter sei nach 32 Jahren außer Dienst gestellt worden, weil er defekt war. Für das neue Fahrzeug war im Jahr 2014 ein Förderantrag gestellt worden, im November des gleichen Jahres habe man einen Zuwendungsbescheid über 10 500 Euro erhalten. Im August 2015 wurde der Ford Transit von der Firma Compoint in Forchheim ausgeliefert. "Es liefen Gesamtkosten von 38 200 Euro auf", erklärte Sandwall.
Von dieser Summe habe die Marktgemeinde Bad Bocklet 19 500 Euro aufgebracht, 10 500 Euro Zuschuss gab es von der Regierung. Der Feuerwehrverein hatte sich mit einer Summe von 8200 Euro am Fahrzeugkauf beteiligt, was Sandwall ganz besonders freute. "Die Freiwillige Feuerwehr hat viel Eigeninitiative gezeigt. Nicht nur, dass sie einen großen Betrag zur Verfügung gestellt hat, sie hat die Gemeinde auch bei der Einholung des Angebots unterstützt", stellte Sandwall fest.


Im Interesse der Bürger

Eine gut ausgerüstete Wehr sei sehr wichtig, wie er betonte: "Dies ist im Interesse der Bürger und der Gemeinde." Er überreichte dem Kommandanten Jörg Rumberg den symbolischen Schlüssel. Kreisbrandmeister Steffen Kiesel dankte der Gemeinde für die Anschaffung des neuen Fahrzeugs und dem Verein, dass er Geld in die sinnvolle Ausrüstung investiert habe. "Ich wünsche euch für die Zukunft alles Gute", sagte Kiesel. Nach dem Festakt fand man sich am Feuerwehrhaus zu einem gemütlichen Beisammensein der Wehren und an der Segnung teilnehmender Vereine zusammen.