Peter Prey ist erleichtert. "Es ist vollbracht", bemüht der Präsident des Golfclubs Maria Bildhausen ein gewichtiges biblisches Zitat. Und dennoch hat er nicht den Karfreitag im Sinn, sondern den Golfplatz. Der hatte ihm seit Jahren Sorgen bereitet, weil der Zustand des 1994 angelegten Grüns derart schlecht war, dass Abhilfe dringend erforderlich war. Am Pfingstsamstag wird die Anlage neu eröffnet.

Ende 2011 wurde mit dem Abtragen der Grüns begonnen, um vergangenen war wurde n der Untergrund völlig neu aufgebaut und die 18 Grüns mit Rollrasen belegt. Komplett neu gestaltet und teilweise verlegt wurden die Löcher drei bis sieben, sowie neun. Daneben gab es weitere Verschönerungsmaßnahmen und Neugestaltungen.
"Viel Zeit, Geld und Arbeitsbereitschaft mussten investiert werden", so Prey. Der Arbeitsaufwand habe sich aber in jeder Hinsicht gelohnt. Nun könne der Golfclub Maria Bildhausen auf einen wunderschönen neuen Platz stolz sein. Erleichtert und zufrieden zeigt sich auch Vizepräsident Horst-Dieter Sauter, zumal das Wetter während der Umbauphase mitgespielt habe und der finanzielle Rahmen von rund 500 000 Euro eingehalten werden konnte. Dank der großen Erfahrung des eigenen Greenkeepers Reinhard Michalk und der Erfahrungen des Präsidiums konnten viele Baumaßnahmen clubintern übernommen werden. Ein ganz dickes Lob verteilt Sauter an Vereinsmitglieder für deren ehrenamtliches Engagement und an die Platzpflegemannschaft. Neben der normalen Pflege half das Team ganz enorm bei der Um- und Neugestaltung mit. "Da wurde Außergewöhnliches und Enormes geleistet", freut sich der Vizepräsident aus Schweinfurt.

Übungsgelände neu gestaltet

Neu gestaltet wurde inzwischen auch das Übungsgelände (Driving Range), das ebenso großzügig wie die 18 Spielbahnen auf die insgesamt 127 Hektar große Anlage verteilt ist. Hinzu kommt noch ein 6-Loch Kurzplatz, der von Jedermann/-frau ohne Vorkenntnisse gegen eine Gebühr gespielt werden kann. Bereits genehmigt wären zudem weitere 18 Löcher.

Der Golfplatz Maria Bildhausen ist der einzige in Deutschland, der in klösterlichem Besitz ist. Er gehört der St.Josefskongregation Ursberg.

"Die Löcher wurden durch den Umbau interessanter, sind aber auch für den Golf-Anfänger zu bewältigen", meint Sauter. Zum Highlight mit besonderer Herausforderung wurde nach der Neugestaltung das "wunderschöne Halbinselgrün mit Loch sechs", sagt Reiner Thein, Das verlegte und völlig neu gestaltete Grün besticht durch seine besondere optische Lage und stellt nach 450 Meter für die Herren und 385 Meter für die Damen eine besondere Herausforderung dar. Nach fünf Schlägen sollte der Ball im Loch liegen und der Golfer würde sich freuen. Frust ist aber nicht selten vorprogrammiert, wenn das Spielgerät vor dem Grün, ungewollt und nicht mehr spielbar, ins Wasser klatscht.

"Das neue Loch sechs ist jetzt absolut attraktiv, da es hohe Anforderungen an alle Spieler stellt", sagt Sigolf Meinck aus Bad Kissingen. Überrascht ist er, dass der Platz nach dem langen Winter "so schnell so schön geworden ist." Großes Lob über den "hervorragenden Zustand des Platzes" gibt es von Richard Schleier. "Nach dem gigantischen Umbau sind die Greens super bespielbar", meint der Großwenkheimer, der außerdem die Weitläufigkeit der Anlage und die absolute Stille hervorhebt, die das Golfen so spannend und erholsam machten.
Für die Herren hat sich nach Sauters Angaben die Spielfläche um 100 Meter verlängert und damit etwas erschwert, für die Damen ist sie etwas kürzer geworden. Die Weitläufigkeit der gepflegten Anlage, die Stille inmitten der Natur und die weiten Ausblicke werden auch immer wieder von auswärtigen Golfern betont und geschätzt.

Leider brachte das bisher ungünstige Wetter noch nicht den erhofften Zuspruch an Greenfee-Spielern.