Anders als der vorige Interessent einer Reaktivierung, der Förderverein Hessisch-Bayerische Sinntal-Kreuzbergbahn, kommt für Teichmann eine Pachtung der Strecke von Jossa bis zum Arnsberg bei Wildflecken nicht in Frage. "Bei einer Pacht investieren wir in fremden Grund und Boden. Daran haben wir kein Interesse", stellt er klar. Ob und wann die Bahn auf das Angebot eingehen werde, sei noch völlig offen.


Bürger reagieren verhalten

In der vergangenen Woche war Teichmann in der Rhön unterwegs, um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. Sein Eindruck: "Wir sind mit vielen Leuten im Gespräch, aber es ist noch Zurückhaltung spürbar." Nachdem bereits mehrere Interessenten versucht hatten, die Sinntalbahn zu reaktivieren, sind die Reaktionen auf das neue Projekt ausgesprochen ver halten. Insbesondere die Bürgermeister der betroffenen Kommunen sprachen sich deutlich gegen eine Reaktivierung der Bahnstrecke aus. Im Rahmen der Brückenauer Rhönallianz möchten sie sich dafür stark machen, dass ein interkommunaler Radweg auf der Trasse gebaut wird. Pläne dafür liegen bereits in der Schublade.
Er habe Verständnis dafür, dass die Bürger zunächst verhalten reagierten, sagte Teichmann. Umso wichtiger sei es, dass die Staudenbahn nun konkrete Schritte gehe. Seine Firmengruppe, die sich aus der "BBG Stauden mbH " sowie der "Stauden-Verkehrs-Gesellschaft mbH" zusammensetzt, wolle zeigen, dass die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken gelingen kann. Schon im Juli äußerte sich Teichmann optimistisch, dass der Betrieb der Sinntalbahn wirtschaftlich sein könne.