Ein besonderes Jubiläum hat die Freiwillige Feuerwehr Oehrberg an diesem Wochenende gefeiert: seit mittlerweile 135 Jahren besteht die örtliche Wehr. Im Rahmen des Feierlichkeiten zum Jubiläum wurde außerdem das neue Tragkraftspritzenfahrzeug eingeweiht.

Am Samstag ging es in einem Marsch, an dem die Feuerwehren des Marktes ebenso teilnahmen wie die örtlichen Vereine und weitere Wehren, zum Kriegerdenkmal.
Dem Zug voraus lief dabei die Jugendfeuerwehr Oehrberg, deren Mitglieder beim anschließenden Gottesdienst ebenso als Messdiener aktiv waren. Dort gedachte der Vorsitzende der Feuerwehr Oehrberg, Sascha Markart, mit einem feierlichen Gedicht den Gefallenen und verstorbenen Feuerwehrkameraden. Klaus Zimmerhackl, der stellvertretende Kommandant, legte außerdem einen Kranz nieder. Im Anschluss daran ging es unter den Klängen des Musikvereins Oehrberg zur Kirche zurück, wo Pfarrer Stephan Hartmann und Diakon Michael Sell einen feierlichen Gottesdienst gestalteten. In seiner Predigt ging Hartmann auf die Pflichten der Feuerwehrleute ein, die zutiefst in christlichen Grundsätzen wurzelten.

Dass sich Pfarrer Hartmann bei der Feuerwehr auskennt, wurde auch von Kreisbrandrat Benno Metz bestätigt. "Pfarrer Hartmann ist sogar schon einmal selbst mit einem solchen Fahrzeug, das heute geweiht wird, gefahren", sagte er. Dabei sei Hartmann auch Notfallseelsorger in der Pfarrei. Metz überreichte Pfarrer Hartmann für seine Verdienste das Ehrenabzeichen der Freiwilligen Feuerwehr und ernannte ihn zum Fachberater Seelsorger der Feuerwehren im Landkreis Bad Kissingen.

Bei seiner Ansprache im Festzelt freute sich der stellvertretende Bürgermeister der Marktgemeinde Burkardroth, Daniel Wehner, das wasserführende Tragkraftspritzenfahrzeug offiziell übergeben zu dürfen. Das Fahrzeug habe eine Motorleistung von 180 PS und biete Platz für sechs Personen, was einer Staffel entspricht. Integriert sind unter anderem ein zusätzlicher Löschwassertank mit 600 Litern, eine Tragkraftspritze sowie vier Atemschutzgeräte, was eine effektive Brandbekämpfung ermöglicht.

Zuschuss von der Regierung

Über das Fahrzeug freute sich auch der Kommandant Steffen Voll: "Das TSF-W ist für unsere Bedürfnisse ideal. Die neue Generation dieser Fahrzeuge ist genau für den ländlichen Raum zugeschnitten". Die Gesamtkosten für das Fahrzeug belaufen sich nach Angaben von Wehner auf 144 000 Euro, wobei seitens der Regierung von Unterfranken Zuschüsse in Höhe von rund 37 000 Euro in Aussicht gestellt wurden. "Auch die FFW Oehrberg beteiligt sich dankenswerterweise mit einem freiwilligen Beitrag in Höhe von 5 000 Euro", sagte Daniel Wehner. Die Investition stelle eine wesentliche Verbesserung des Brandschutzes dar und diene dem Schutz der Bevölkerung. Der Einsatz freiwilliger Feuerwehrleute sei dafür unerlässlich.

"Wir sind mit Leistungsbereitschaft in unserer Wehr sehr zufrieden", sagte der Vorsitzende, Sascha Markart. Auch aufgrund des neuen Feuerwehrfahrzeuges habe man zahlreiche neue Jugendliche hinzugewinnen können. Im Moment tun 13 von ihnen in der Wehr ihren Dienst. 40 aktive Feuerwehrleute stellen sicher, dass der Brandschutz in Oehrberg auch weiterhin gewährleistet ist. "Unsere Mannschaftsstärke ist sehr gut" so Markart weiter. Mit dem neuen Fahrzeug sei sichergestellt, dass man auch in Zukunft alle Brände in den Griff bekommt.
Die Feierlichkeiten zum 135-jährigen Jubiläum der Wehr dauern bis einschließlich Montag an. Heute gibt es ab 17 Uhr ein Kesselfleischessen.