Günter Straub ist ein großer Tierliebhaber. Besonders die Vögel haben es ihm angetan. Auf seinem Anwesen sind Tauben bis Wachteln viele Arten zu finden. Auch Hasen gibt es dort. Straub schaut auch nach den Hühnern beim Schwiegersohn direkt nebenan.
"Scheinbar wissen auch die Schwalben, dass sie hier bei einem Tierliebhaber sind. Jetzt haben sie sich schon Plätze in meiner Werkstatt gesucht und ziehen dort ihren Nachwuchs auf", sagt Straub. Eine Sache hat ihn aber vor allem überrascht: "Ein Schwalbenpaar hat sich direkt an einem präparierten Turmfalke, der seit Jahren in der Werkstatt seinen Platz hat, ein Domizil aufgebaut."
Der Turmfalke sei schließlich nicht gerade ein Freund der Vögel. Straub erklärt: "Ich selbst konnte schon beobachten, dass ein solcher Vogel eine junge Amsel in den Krallen hatte." Er habe ein Auge dafür.
Zur Nahrung des Turmfalken gehören vor allem Mäuse und Insekten, aber auch Kleinvögel. Das schnelle Tier jagt tagsüber bis in die Dämmerung hinein. "Derzeit ist noch der Nachwuchs mit vier jungen Schwalben in dem Nest in meiner Werkstatt. Ich kann dort arbeiten und mich dort aufhalten. Das stört weder die Jungtiere noch das alte Schwalbenpaar. Sie füttern fleißig weiter", sagt Straub.
Obwohl ein Teil der Schwalben schon Richtung Süden abgeflogen sei, werde an zwei Nestern noch rege der Nachwuchs versorgt. "Ich hoffe bloß, dass diese jungen, noch nicht flüggen Schwälbchen den Anschluss rechtzeitig finden."
Der 72-jährige Tierfreund hing in seinem Leben schon immer an gefiederten Tieren. "Meine Tauben, die ich in einer großzügigen Voliere halte, würde ich gerne auch frei fliegen lassen. Hin und wieder probiere ich das auch. Dabei sind aber Verluste nicht auszuschließen, denn der Habicht zieht täglich seine Kreise über dem Anwesen", sagt Straub. Auch die Hühner seines Schwiegersohns müssten geschützt werden, sonst würden auch sie eine willkommene Beute dieser Greifvögel.