Einmal im Jahr ehren die Rotkreuz-Ortsverbände des BRK-Kreisverbandes Bad Kissingen ihre treuesten Blutspender. Namens des Kreisverbandes lud nun dessen Vorsitzender Dr. Alexander Siebel jene über 70 Spender ein, die in diesem Jahr ein "Jubiläum", also mindestens 50-, 75-, 100-, 125-, 150- und sogar 175-mal Blut in Bad Kissingen gespendet hatten.


1217 ehrenamtliche Stunden

Wie der Kreisvorsitzende weiter ausführte, wurden 2016 bei insgesamt 30 Terminen im Bereich Bad Kissingen insgesamt 2838 Blutspenden geleistet, wobei 172 Erstspender zu verzeichnen waren. 232 BRK-Mitglieder haben dabei neben den hauptamtlichen Kräften des Blutspendedienstes 1217 ehrenamtliche Stunden geleistet. Es sei schon eine außerordentliche Leistung, "auch wenn man keine Nadelphobie habe", sechsmal im Jahr zum Blutspenden zu kommen. Um diese Zahlen zu erreichen, müsse man schon ein paar Jahre lang regelmäßig zum Blutspenden kommen. Sehr viel Leid könne mit einer Bluttransfusion gelindert werden, und selbst Goethe bezeichnete das Blut schon lange, bevor es Bluttransfusionen gab, als "einen ganz besonderen Saft", erläuterte Dr. Siebel. Weiter betonte der Kreisvorsitzende, "dass hier im ländlichen Raum die Politik noch funktionierte", denn er konnte neben den Spendern auch die Bürgermeister aus fünf Herkunftsgemeinden begrüßen.
Gotthard Schlereth, Bürgermeister von Oberthulba, stellte mit Blick auf die zu Ehrenden fest, "dass sie hier eigentlich alle eine Besonderheit seien, denn leider sei es keine Selbstverständlichkeit mehr, sich für andere einzusetzen".
Nikolaus Kiesel aus Oerlenbach ist solch eine herausragende Besonderheit und Vorbild für inzwischen viele Blutspender in der Region. Über 175-mal hat er nun schon Blut gespendet. Wann er mit dem Spenden anfing, weiß der heute 62-Jährige nicht mehr. Irgendwann, als Jugendlicher, "hat mich damals ein Onkel erstmals mit zur Blutspende genommen", erzählt er. "Irgendwann habe ich dann angefangen zu rechnen, denn ich möchte den Hektoliter gespendeten Blutes schon noch vollkriegen, und bei den nunmehr sechsmal im Jahr möglichen Blutspenden ist die magische Zahl von 200 oder sogar 225 Spenden schon möglich, wenn man nur früh genug damit begonnen hat", sagt er lachend.

50 Blutspenden:
Martin Bauer (Ramsthal), Peter Benkert, Simone-Elisabeth Brunner, Christian Neugebauer, Norbert Neugebauer (alle Bad Bocklet), Hannelore Catoni (Aura), Bernd Distler (Euerdorf), Michael Frank, Doris Kessler, Bernd Kleinhenz, Michael Kröckel, Swen Schäfer, Jürgen Schirmer, Paul-Ewald Voll, Bernd Wolf (alle Burkardroth), Bernhard Herrlein, Andreas Schmidt (beide Oberthulba), Susanne Hofmann (Nüdlingen), Dagmar Primack (Bad Kissingen) und Susanne Sterker aus Oerlenbach.

75 Blutspenden:
Heribert Albert, Ingrid Hofmann, Ulrike Schramm (alle Nüdlingen), Ilse Büchs, Sigrid Rottenberger, Matthias Schleich, Helga Schmitt, Elisabeth Sell (Burkardroth), Ulrich Goll (Bad Kissingen), Bernhard Götz, Edgar Nöth, Marianne Röder (alle Oerlenbach), Helmut Keller (Sulzthal), Rudi Siegl (Oberthulba), Harald Markard und Michael Roth (beide Bad Bocklet).

100 Blutspenden:
Michael Becher, Heinz Beck, Bernhard Bohatsch, Ulrike Degen, Peter Schulz (alle Bad Kissingen), Bruno Brimer, Gerhard Büttner (beide Euerdorf), Edwin Frey (Nüdlingen), Johannes Gehling (Sulzthal), Ludwig Haas (Oberthulba), Margot Markart, Hiltrud Meder, Bruno Metz, Matthias Schröder, Peter Sell, Wolfgang Voll (alle Burkardroth), Reinhard Renninger, Doris Rettinger (beide Oerlenbach).

125 Blutspenden:
Peter Elbert, Alois Gundelach (beide Bad Bocklet), Wolfgang Fichte, Reinhard Kiesel (beide Bad Kissingen), Kurt Fröhlich, Georg Schießer (beide Oberthulba), Klaus Kirchner, Armin Pfülb, Erich Schmitt (alle Burkardroth).

150 Blutspenden:
Roland Burger (Bad Bocklet), Horst May (Burkardroth), Roland Metzler (Oerlenbach), Norbert Paulus, Walter Schrade (beide Bad Kissingen), Wolfgang Schaub (Euerdorf).

175 Spenden: Nikolaus Kiesel.