"Die Hoffnung stirbt zuletzt." Auf dieses geflügelte Wort setzt die Vereinsgemeinschaft (VG) Eltingshausen, die ihre Jahresversammlung mit Neuwahlen vertagen musste, da an der Delegiertenversammlung einige Mitglieder des bisherigen Vorstands und Vertreter des St.-Martin-Vereins nicht teilnehmen konnten und für die Neuwahl des Vorsitzenden sich im bisherigen Arbeitsumfang kein Kandidat zur Verfügung stellte.
"Es wird immer schwieriger Verantwortliche und Helfer zu finden, um die schon zur Tradition gewordenen Angebote Maibaumaufstellung, Dorffest und Dorfweihnacht beizubehalten. Unsere Gesellschaft neigt verstärkt zur Individualisierung. Die Bereitschaft, sich verantwortlich und ehrenamtlich für die Allgemeinheit zu engagieren, setzt unseren Vereinen und unserer Vereinsgemeinschaft zu", konstatierte Vorsitzender Andreas Kukuk, der verdeutlichte, das Amt an der Spitze in bisheriger Form nicht mehr anzunehmen.
Er erinnerte an die Gründung der VG 1976 mit den Zielen, sich um Kinderspielplätze zu kümmern, Brauchtum zu pflegen und die Arbeit der Mitgliedsvereine zu koordinieren und zu unterstützen. Großartige Erfolge feierte die VG unter seinen Amtsvorgängern Alois Brunner und Hubert Schott. Demografischer Wandel und Helferfindung setzten zu. "Reservistenkameradschaft und Brieftaubenfreunde sind inzwischen aus der VG ausgeschieden. FC, Feuerwehr, Kindergarten und Schützen müssen sich primär ihren eigenen Aufgaben widmen. Dazu kommen verstärkt externe gesetzliche Regelungen sowie Auflagen von Behörden, Versicherungen und GEMA", verdeutlichte Kukuk die aktuelle Situation.


Kräfte mobilisieren

Die jüngste Vergangenheit - so Kukuk - zeigte, dass es schwer sei, alte und neue Kräfte im Dorf zu mobilisieren und damit die so wichtigen und eigentlich unverzichtbaren Grundgedanken der VG das Jahr über umzusetzen. Zudem schwinde in der Dorfgemeinschaft der Rückhalt, die VG im bisherigen Umfang weiter zu führen. "Ich selbst habe in Sachen meiner Nachfolge mehrere Personen angesprochen, aber immer ein Nein bekommen. Ich werde weiter suchen und alles tun, eine Lösung zu finden", sagte er.
Wie es konkret weiter gehen soll, blieb in der Versammlung offen. In einem neuerlichen Treffen am Montag, 22. Mai um 19.30 Uhr im Mannschaftsraum der Feuerwehr gilt es, einen Vorstand zu finden und festzulegen, in welcher Form und in welchem Umfang die künftige Arbeit angegangen wird. Dazwischen fällt die Maibaumaufstellung am 30. April, einem Sonntag. Die Veranstaltung wird nicht ausfallen. Die Feuerwehr wird wie gewohnt den Maibaum einholen und am Kirchplatz aufstellen. khw