Die Sulzthaler werden nicht schlecht erschrocken gewesen sein, als am Freitag Kanonendonner vom Berg herab zu hören war. Alois Tremer, unter Insidern auch bekannt als "Old Schreinerhand" war es wichtig anlässlich des 100. Sterbetages in Sulzthal an Karl May zu erinnern - und da gehört Kanonendonner und Pulverdampf dazu. Schon als Zehnjähriger war Tremer den spannenden Geschichten von Karl May erlegen.
Darauf gebracht hat ihn sein Großvater. Bis in die Nacht, mit einer Taschenlampe unter der Bettdecke, verschlang er die Geschichten. Faszinierend für den Sulzthaler "Karl May Experten" waren die Reiseerzählungen, die Tremer gedanklich schon als Kind durch die Wüste, in die Schluchten des Balken bis in das Land von Winnetou, Old Shatterhand und Old Surehand führten.
Festgesetzt bei Alois Tremerhat sich bei den 90 Bänden, die er teilweise mehrfach gelesen hat, der Gedanke, seine Leser für alles Gute, Edle, Schöne und Erhabene zu begeistern.
Diese Gedanken treiben Alois Tremer dazu an, seine Enkelkinder für die spannenden Bücher um Winnetou und Old Shatterhand zu begeistern. Eine Selbstverständlichkeit für ihn waren Besuche im großen Karl May Museum in Radebeul, dem Karl May Haus, seinem Geburtshaus in Hohenstein-Ernstthal/Sachsen.
Ein Besuch in Tremers Arbeitszimmer versetzt die Besucher sofort in das Karl May Thema. Viele Indianerutensilien, Kinoplakate vieler Karl May Filme und vieles mehr zeigen seine große Nähe zu Karl May und dessen Reiseerzählungen.
Für Karl Mays Todestag hat sich "Old Schreinerhand" freigenommen, um in seinem selbstgebauten Tipi eine Friedenspfeife zu rauchen und in der Hoffnung zu leben, dass doch möglichst viele junge Menschen auch ihre Liebe zu diesen spannenden Bücher finden mögen.