Die Gottesmutter Maria ist eine Person, die einen wichtigen Platz im christlichen Glauben einnimmt. In vielen Kunstwerken ist sie verewigt. Auch moderne Künstler beschäftigen sich immer wieder mit ihr, wie auch die Ausstellung von Maria Aumüller zeigt, die im Garten-Salett des Klosters Maria Bildhausen zu sehen ist.
Auch wenn im Neuen Testament nicht ausführlich auf ihr Leben eingegangen wird, so lassen sich doch Lebenszeugnisse im Protoevangelium des Jakobus finden. Anlässlich der Vernissage zitierte der stellvertretende Gesamtleiter des Dominikus-Ringeisen-Werks Unterfranken, Michael Nowotnoy, aus dieser eher unbekannten Schrift.

Die Genesis Marias

"Die Geschichte der Werdung Mariens, der Genesis Marias ist in der Kunstaustellung von Margit Aumüller Thema geworden", stellte Nowotny fest, Maria sei im Übrigen auch die Patronin des Klosters Maria Bildhausen. "Sie steht im Mittelpunkt einer einzigartigen Kunstausstellung", sagte er weiter. Die KlosterAkademie Maria Bildhausen präsentiert aus Aumüllers Zyklus "Genesis Maria" im Garten-Salett etliche Werke.

Besondere Technik

Auch die Drucktechnik, die Aumüller in ihren Werken verwendet, die Monotypier ist im wahrsten Sinne des Wortes einmalig. "Dabei wird das Bild seitenverkehrt auf glatten Grund gemalt und dann einmal auf Papier gedruckt", erklärte die Künstlerin selbst ihre Arbeit. "Die Ausstellung hier im Pavillon verbindet Kunst und Spiritualität", freute sich Nowotny. Auf ganz besondere Art und Weise standen die Werke Aumüllers neben den schon vorhandenen Arbeiten des Künstlers Willi Grimm. Eine reizvolle Symbiose aus der Lebensgeschichte Marias ist so entstanden. Außerdem wurde die Baukunst der Zisterzienser mit zeitgenössischer Kunst verbunden. "Mit dieser Ausstellung ist es dem Galeristen Thomas Pfarr gelungen, in besonderer Weise die wesentlichen Säulen unserer neuen KlosterAkademie - Kunst und Spiritualität - zum Ausdruck zu bringen und zu verbinden", bedankte sich Nowotny.

Evangelium als Inspiration

Ein tiefer Glaube sei in den Werken Aumüllers zu spüren. "Ich habe das Protoevangelium des Jakobus als Inspiration verwendet", sagte die Künstlerin. Neben der Geburt Marias wird in den Monotypien auch auf das Leben der Gottesmutter eingegangen. "Maria war allein ihrem Wesen gehorsam, das ist etwas, was mich immer tief beeindruckt hat", sagte Aumüller.
Viele Besucher waren zur Vernissage gekommen, um sich auf die Spuren Marias zu begeben. Ein Hörgenuss war dabei die Barockmusik, die im Garten-Salett erklang. Peter Rottmann an der Truhenorgel und Alja Riecke an der Traversflöte spielten ein 15-minütiges Konzert, dem die Besucher aufmerksam lauschten. In der besonderen Atmosphäre konnte man sich hernach der Kunst von Margit Aumüller und Willi Grimm widmen.