Ungewöhnlich: Bad Kissingens CSU-Chef Steffen Hörtler höchstselbst hat mündlich und am früheren Morgen zu einer Pressekonferenz eingeladen, ohne ein Thema dieser Zusammenkunft zu nennen.Teilnehmen sollten die vier Vorsitzenden der Bad Kissinger CSU-Ortsverbände. Auf die Frage, ob die Union mit Fuchs in den Wahlkampf gehe, verweigerte Hörtler jeden Kommentar.

Auch Nikolaus Fuchs (58) war zu keiner Stellungnahme bereit.
Auf die Frage, ob er zur Verfügung stehe, verwies er auf die Bad Kissinger CSU. Ein klares Dementi sieht anders aus.

Noch vor wenigen Monaten hatte der Professor und geschäftsführende Gesellschafter einer von ihm mitgegründeten Consulting GmbH als Favorit des Bad Kissinger CSU-Vorstandes gegolten. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler soll sehr großes Interesse an dem OB-Posten (gehabt?) haben. Sogar einen Slogan - "Wir können es besser!" - hat es schon gegeben. Eine Bestätigung seiner Kandidatur durch die CSU-Ortshauptversammlung Mitte Mai schien noch nur reine Formsache zu sein.

Jetzt, so wissen gewöhnlich gut informierte Kreise, hat Fuchs seine Bewerbung zurückgezogen, weil er neue berufliche Perspektiven in Berlin sehe. Jedoch scheint das die CSU nicht in Not zu bringen. Gleich mehrere Alternativen zu Fuchs seien im Gespräch, ist hinter vorgehaltener Hand zu hören. Es kristallisiere sich aber ein OB-Kandidat heraus, der in Bad Kissingen bekannt sei.