Wieder fand in Bad Kissingen und am Tag darauf in Bad Neustadt eine Brotprüfung statt, und wieder war, zumindest in Bad Kissingen, die Sparkasse Gastgeber der Veranstaltung. Wurde sonst öffentlich im Sparkassenraum getestet, so fand die Brot- und Brötchenprüfung angesichts Corona diesmal im Pavillon statt.

Insgesamt hatten aus dem Kissinger Bereich der gemeinsamen Bäckerinnung Bad Kissingen - Rhön-Grabfeld sechs Betriebe 54 Gesamtproben zur Prüfung vorgelegt. Drei Betriebe stellten 26 verschiedene Brote vor, von denen 22 durch Prüfer Manfred Stiefel die Note "sehr gut" erhielten, die restlichen vier erhielten ein "gut". Durchgefallen, also nicht bewertet, wurde somit keines der Brote.

Mehr kleinere Brote

Ähnlich verhielt es sich bei den eingereichten 28 Brötchen, die von fünf Betrieben vorgelegt wurden. Hier erhielt ein knappes Drittel die Note "Sehr Gut", 19 kamen auf ein "Gut" und durchgefallen, also nicht bewertet wurde keines vom Deutschen Brotinstitut, das den Prüfer mit Bäckermeister Manfred Stiefel stellt. Mit dabei war heuer neben dem stellvertretenden Innungsobermeister Heribert Hedrich (Bad Kissingen) auch Walter Emmert (Hammelburg) und wie Hedrich ebenfalls Vorstandsmitglied der Bäckerinnung.

"Kleine, bereits geschnittene Urkornbrote, wie Dinkelbrote, liegen derzeit im Trend", erläuterte der Hammelburger Bäckermeister. Da die Haushalte immer kleiner würden, backe man mehr 1,5 Kilo Brote wie früher, als der drei Kilo Brotlaib Standard waren. Einen leichten Aufschwung konnte Heribert Hedrich trotz Corona-Krise beobachten, denn, "viele hätten wieder bei den Bäckern um die Ecke gekauft, hätten sich wieder an die regionalen Handwerksbäcker besonnen, was sehr wünschenswert gewesen sei, denn kein Bäcker habe bisher wegen Reichtums sein Geschäft geschlossen".