In die Welt der Märchen tauchten die Zuschauer bei den beiden Büttenabenden in Oberbach ein. Viele Akteure hatten dieses Thema in ihre Aufführungen aufgenommen. Allen voran der tanzende "Elfenrat" - als Hänsel und Gretel verkleidet - und Sitzungspräsident "Elo" Kircher als der böse Hexer. Dieser hatte erstmals das Amt von Dieter Feller übernommen und führte durch den kurzweiligen Abend.


Jüngste Tänzer starten

Die musikalische Umrahmung boten, wie an den vorangegangenen Veranstaltungen schon, die Auersberg Buam. Schneewittchen und "Herzallerliebste 7 Zwerge" sorgten für den ersten Showtanz. Sie stellten damit die jüngsten Tänzer und Tänzerinnen.

Erstmals in die Bütt ging Kilian Leibold, der als pubertierender Jüngling so seine liebe Not mit den Eltern hatte. "Pubertät ist dann, wenn die Eltern schwierig werden", so seine Meinung. Kunterbunte Märchenfiguren liefen beim nächsten Tanz auf. Acht Kinder der KJG Oberbach hatten den Tanz einstudiert. Doch zuvor traten sie erstmal in den Streik und forderten zahlreiche Verbesserungen für ihr Dasein. Dominik Hüther meisterte, als Till Eulenspiegel verkleidet, sein Debüt bravourös, in dem er völlig frei sprach und zahlreiche Lacher auf seiner Seite hatte. Er baute auf Aktion und Reaktion aus seinem Publikum und kommunizierte so direkt mit den Gästen.

Aus Riedenberg gastierte eine der sechs Tanzgarden aus dem Nachbarort. Fast zu klein war die Bühne für die 14 Tänzerinnen, die zu einer Liveaufnahme der Riedenberger Musikanten über die Bühne wirbelten und für Furore sorgten.


Riedenberg aufs Korn genommen

Zu den "Alten Hasen" zählen Kuno Bühner und Elo Kirchner, die über zahlreiche Themen aus dem Ortsgeschehen referierten. Natürlich durften auch die freundschaftlich-spitzzüngigen Gängeleien über das liebste Nachbardorf Riedenberg nicht fehlen. Da wurde natürlich auch immer wieder auf die Plobaum- Fällaktion angespielt. Ihre größte Not hatten sie allerdings mit dem diesjährigen Schneeräumen. Die Männertanzgruppe "Sex Pistols" trat gleich zwei Mal auf. Einmal als Traumtänzer, die sich in Sexi-Burschen verwandelten, und ein zweites Mal, recht freizügig bekleidet zu "Sex Bomb" von Tom Jones .

Die Theatergruppe des Oberbacher Rhönklubs wirkte in diesem Jahr als "Schuichtelballett" mit. Als alte, allein stehende, "Schachteln" brachten sie ihre unterschiedlichen Charaktere in G'stanzlform und - dem Alter entsprechenden - minimalistischen Tanzschritten dar. Hervorragend geschminkt und auf alt getrimmt, rissen die Gäste zu Beifallsstürmen hin.

Baron Münchhausen erzählte lustige Begebenheiten von seiner Schiffreise, auf der so einiges schief ging. Ingo Schuhmacher trat mit dieser Figur erstmals in die Bütt. Gleich drei Mal zog sich die älteste Tanzgruppe um. Sie begannen als Frösche verkleidet, die sich über ein bleiches Skelett schließlich in fetzige junge Damen verwandelten.


Amouröses und Frivoles

Eine wahre Augenweide waren die "Königlich hoheitlichen Schnixischnallen" Ellen Hüther und Kerstin Breuning. Wie immer nahmen sie kein Blatt vor den Mund, was ihr Verhältnis zu Männern anbelangt. Sie plauderten so einiges Amouröses und Frivoles aus dem Nähkästchen.

Den Abschluss bildete eine Gruppe der Blaskapelle Oberbach, die während des Ausschlafens ihres Musikproben-Rausches Abstruses träumte. Unter anderem, dass die Amerikaner Wildflecken wieder einnähmen, und sich somit wohl einiges auch zum Guten wenden könnte.