Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Platz am Mittwoch ehrte Vorsitzender Gerald Heinle zwei Mitglieder für 40 Jahre Vereinstreue. Günter Heinle und Karlheinz Raab leisten zudem seit 40 Jahren aktiven Feuerwehrdienst. Die staatliche Ehrung, abwechselnd in Geroda und Platz durchgeführt, werden die beiden am 4. Februar in Geroda erhalten, informierte der Vorsitzende.
Weiter musste Heinle drei Aktive aus dem Feuerwehrdienst verabschieden, weil sie das Höchstalter von 63 Jahren erreicht haben. Sie dürfen allerdings gerne wieder zurückkommen, weil laut Kreisbrandinspektor Marco Brust das Dienstalter noch heuer auf 65 Jahre erhöht werden soll.
Gerald Heinle, der neben dem Amt des Vorsitzenden auch Kommandant der örtlichen Wehr ist, berichtete von "ausbaufähigen" Übungen. Das soll in Zukunft besser werden. Und zwar planen die beiden Wehren Geroda und Platz, künftig verstärkt Übungen gemeinsam abzuhalten. Dass eine gute Ausbildung wichtig ist, steht außer Frage. Gute Übungen brauchten aber auch viele Teilnehmer, sagte Brust. Dann können diese auch gut vor- und ausgebaut werden.


Vermisste Person gesucht

Die Platzer Feuerwehr musste im vergangenen Jahr zwar nur einmal ausrücken, um eine vermisste Person zu suchen, doch könne sich das schnell ändern, verwies er auf Einsätze anderer Wehren.
Mit dem Ausscheiden dreier Aktiven leisten jetzt noch 27 Männer Feuerwehrdienst. Jedoch befinden sich derzeit neun Jugendliche in Ausbildung, die den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr Platz gewähren sollen.
Großes Lob gab es am Abend für den 2. Kommandanten Heiko Heinle, der erst seit einem Jahr diese Funktion ausführt. Er wurde im Oktober bei der Übung (früher Brandschutzwoche) quasi ins kalte Wasser geworfen, weil der Kommandant in dieser Zeit beruflich verhindert war. Er habe den Einsatz mit Unterstützung von Kollegen "mit Bravour" gemeistert. "Eine tolle Leistung", sagte Bürgermeister Alexander Schneider dazu.
Achim Kohlhepp, Kommandant der Patenwehr Geroda, berichtete über die HVO-Gruppe, die im vergangenen Jahr 125 Einsätze bewältigen musste.