Zwischen Buchweizen, Brokkoli und Dinkelmehl fühlt sich Barbara Jopp zuhause und wer ihr zuschaut, wie sie durch die Lehrküche der Malteser Klinik von Weckbecker wirbelt, der bekommt ein Gefühl dafür, dass gesunde Ernährung funktionieren kann.

Und genau das ist ihr Job. "Essen muss auch Spaß machen und verträglich sein", sagt sie den Patienten. Die freilich haben erst später etwas von dem Kurs, denn viele von ihnen kommen zum Fasten in die Klinik. Nicht umsonst heißt das Haus ja im Volksmund "Hungerburg".


Der Jo-Jo-Effekt nach der Diät

Das Fasten als Hungern zu bezeichnen, würde hingegen Peter Faulstich nicht einfallen. "Das Fasten ist der Einstieg in einen bewussteren Lebensstil", sagt der Ernährungswissenschaftler der Klinik. In erster Linie gehe es eben nicht um die Fettpölsterchen, sondern um eine Zeit der inneren Einkehr, um wieder zu sich selbst zu finden.

"Diäten bauen auf Verzicht auf", sagt Faulstich. Das funktioniere eine Weile, dann hole sich der Körper die Kilos oft wieder. Faulstich wirbt für einen Perspektivenwechsel: "Habe ich wirklich körperlich Hunger oder ist das Hungergefühl ein Ausdruck seelischer Bedürfnisse?" Und genau das lernen die Patienten in Jopps Lehrküche: Was für Essen tut ihnen gut und vor allem, wie viel ist genug.

Übrigens, jeden Mittwochabend um 19.30 Uhr bietet die Klinik von Weckbecker öffentliche Vorträge rund ums Thema Ernährung an. Mehr Infos gibt's unter Tel.: 09741/ 830.