Wer durch die städtischen Wälder rings um Bad Brückenau spaziert, dem könnten Bäume mit einem gelben Streifen auffallen. Das sind Z-Bäume, oder Zukunftsbäumer, wie Joachim Manke von der Forstverwaltung Rupboden sie nennt. Oder aber Bäume, die mit einem roten Punkt markiert sind. Das sind die "Bedränger", die den Z-Bäumen zu nahe kommen und deshalb ausgelichtet werden. Schließlich möchte die Stadt Bad Brückenau in ihren Wäldern auch ernten. Mit den entsprechenden Maßnahmen - in diesem Jahr werden es insgesamt zehn sein - hat die Stadt die Forstverwaltung in Rupboden beauftragt.


Fichten lichten, Buchen suchen

122.000 Euro brachte der Verkauf des Holzes aus dem Stadtwald im vergangenen Jahr ein. Rund 105.000 Euro steckte die Stadt in Pflege- und Hiebmaßnahmen. Das macht unterm Strich einen Überschuss von rund 16.500 Euro, die dem städtischen Haushalt zugute kommen. "Die Vorräte sind deutlich unterschätzt worden", berichtet Manke den Stadträten, dass er noch mehr Potenzial in den städtischen Wäldern sieht, als bisher angenommen worden war. Er schlägt vor, heuer rund 1700 Festmeter Holz zu entnehmen - was leicht über dem Holzeinschlag der Vorjahre liegt. Sein Rat: Fichten sollten eher gefällt, Buchen und Eichen wegen ihrer Hitzeverträglichkeit eher angepflanzt werden.

Während Mankes Ausführungen wurde deutlich, dass sich der Klimawandel auch auf die Rhön auswirkt. "Wir erwarten 2016 deutlich mehr Käferholz aufgrund des trockenen Sommers im vergangenen Jahr", blickte Manke voraus. Fast alle Neupflanzungen seien ihm eingegangen. In diesem Jahr plant Manke die Pflanzung von etwa 1200 Eichensetzlingen. Zudem ist eine Jungwuchspflege auf bis zu 30 Hektar in verschiedenen Bereichen geplant. Zum Vergleich: Insgesamt hat der Stadtwald eine Größe von ungefähr 280 Hektar.

Einstimmig befürwortete der Stadtrat den Jahresbetriebsplan 2016 für den Stadtwald. Karlheinz Schmitt (CSU) regte an, mal wieder eine Waldbegehung zu unternehmen - was auf allgemeine Zustimmung stieß.