Selten geht es im Zeitlofser Rathaus so kontrovers zu wie an diesem Donnerstagabend. Der Gemeinderat hat Amateurfunkgegner und -befürworter zum Gespräch eingeladen. Auch ein Vertreter der Bundesnetzagentur sitzt am Tisch. "Seit geraumer Zeit sind große Bedenken in Roßbach durch den Amateurfunk aufgetreten", eröffnet Bürgermeister Wilhelm Friedrich (CSU) das Treffen. Dann erteilt er den besorgten Bürgern das Wort.
Das erste Argument der Bürger ist zugleich das, was am meisten Angst macht. In unmittelbarer Umgebung der Amateurfunk-Anlage seien gehäuft Krebsfälle aufgetreten. Von sechs bis acht ist die Rede. "Da wird man dann doch irgendwie nachdenklich", sagt ein Roßbacher. "Da gehen Garagentore auf und zu, da sprechen Babyphones und Öfen", führt der Sprecher der Bürger aus.