Der Klosterladen auf dem Kreuzberg ist umgezogen. Hell und freundlich ist der neue Raum, mit weitem Blick über die Rhön, das Kloster und die Wallfahrtskirche. Untergekommen ist der Klosterladen im Anbau des Cafe "Elisäus". Von der Kirche aus ist der Laden direkt zu sehen und zu erreichen.

Bisher befand sich der Laden in einem Raum hinter der Pforte. Der Zugang lag am Gang zum Antoniussaal - der Klosterladen war mehr oder weniger ein Geheimtipp. Eingefleischte Kreuzbergbesucher haben ihn natürlich gekannt, immerhin gibt es den Klosterladen schon seit den 50er-Jahren.

Gewitterkerzen und Rosenkränze

Damals war es ein Missionsladen für die Franziskanermission. Wie vor 50 Jahren gibt es auch heute noch die schwarzen Gewitterkerzen und Devotionalien aller Art von Rosenkränzen in allen Farben und Größen, über Kreuze bis hin zu Opferkerzen für die Kerzenkapelle.

Doch warum der Umzug? Wie Angelika Somaruga, die neue Geschäftsführerin der Franziskaner Klosterbetriebe erklärte, werde der bisherige Raum zur Vergrößerung der Pforte benötigt. Büroräume der Verwaltung sollen dort einziehen.

Im Jahr 2007 wurde das ehemalige Gasthaus Hohn gekauft und zum Cafe umgebaut. Der Anbau, in dem sich früher ein Kiosk befand stand seither leer. "Der alte Laden war vergleichsweise dunkel und versteckt, nun wird er eher wahrgenommen und ist viel einladender", sagt Angelika Somaruga.

Der Klosterladen werde nicht aus wirtschaftlichen Gründen betrieben. Vielmehr, weil die Besucher und Wallfahrer erwarten, dass an einem Wallfahrtsort ein Laden vorhanden ist, in dem sie Andenken und Devotionalien, Gegenstände für die Andacht, kaufen können. Auf Anfrage und Wunsch können solche auch von einem Pater des Klosters gesegnet werden. Besonders gut nachgefragt werde alles, was Großeltern ihren Enkeln mitbringen können, wie Kinderbibeln, Gebetbücher für Kinder und Kreuze. Dinge, die auch gerne zur Taufe verschenkt werden.

Der Renner: Schlüsselanhänger

Neu im Sortiment ist Klosterkosmetik nach Hildegard von Bingen. Es gibt Salben, Tee, Fastensuppe und Gewürzsalz. Weiterhin gibt es im Klosterladen auch wieder Christliche Literatur, Karten und Schmuck. Der Renner sind im Moment Schlüsselanhänger mit dem Heiligen Christopherus und der Vater-unser-Ring, berichtete Margitta Seuffert, die als Chefin der Pforte auch den Klosterladen unter sich hat. Besetzt wird der Klosterladen durch Mitarbeiter der Pforte, die sich täglich abwechseln.

Kreuzbergprodukte wie Dosenwurst, Biergelee, Käsegewürz und Engelberger Wein sind ebenfalls im Klosterladen erhältlich. Nur das Bier gibt es nach wie vor nur am Ausschank, weil im Klosterladen die Kühlmöglichkeiten fehlen.

Seit drei Wochen ist der neue Klosterladen im Betrieb und werde gut angenommen. "Alles geht seinen normalen Gang", sagt Angelika Somaruga. "Die Resonanz ist positiv. Die Leute genießen den Ausblick und die Möglichkeit sich vor dem Klosterladen hinzusetzen."

Öffnungszeiten:
Der Klosterladen auf dem Kreuzberg ist geöffnet von Dienstag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 18 Uhr und sonntags von 10.30 bis 18 Uhr. Montags ist der Laden geschlossen.