Zum Schuljahresstart ist der Schulverbund bei den hessischen Nachbarn angelaufen. Damit ist der Erhalt der Grundschule Züntersbach gesichert - erst einmal. "Die Eltern haben dafür gekämpft wie die Löwen!", sagt Christin Wiegand, Lehrerin der 24 Schüler, die jahrgangsgemischt aus allen vier Klassenstufen gemeinsam unterrichtet werden.

Hauptsitz des Verbundes ist die Mittelpunktschule Kinzigquelle in Sterbfritz. Neben der kleinen Dorfschule Züntersbach gehören noch Mottgers, Oberzell, Sannerz und Weichersbach zum Konstrukt. Das Schulamt hatte nach erheblichem Elternprotest in langwierigen Verhandlungen den Erhalt aller sechs Standorte gesichert. Sogar ein Mediator ist zwischenzeitlich eingeschaltet worden.


Schulleitung ist sehr zufrieden

"Der ganze Prozess hat mit den Eltern stattgefunden", sagt Andrea Mayer. Zusammen mit Griseldis Mayer-Seidel führt sie übergangsweise den Verbund für dieses Schuljahr. Ihrem Eindruck nach stehe die Mehrheit der Eltern der Verbund-Lösung positiv gegenüber, "weil wir dadurch die kleineren Standorte sichern konnten." Wie lange das Konstrukt hält, könne sie aber nicht sagen. Zunächst sei der Verbund für die nächsten Jahre eingerichtet worden.

Die letzte Entscheidung, wie es mit der Züntersbacher Schule weitergeht, liegt ohnehin nicht bei der Schulleitung in Sterbfritz, sondern beim Schulamt des Main-Kinzig-Kreises. Für die acht Erstklässler (Vorjahr: 6) sieht es wohl ganz gut aus, dass sie ihre Grundschulzeit noch in ihrem Heimatort absolvieren dürfen. Die Züntersbacher jedenfalls stehen hinter ihrer Schule: Vor dem Gebäude ist nach wie vor zu lesen: "Unsere Schule mit Herz".